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Hochschulräume öffnen im Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“

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Silke Kirberg
Zur Architektur digital unterstützter Öffnung und Erweiterung (Poster)

Zusammenfassung

1 Leave a comment on paragraph 1 0 Im Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ fördert das BMBF 26 Projekte in Deutschland mit dem Ziel, die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung zu verbessern, einen schnelleren Wissenstransfer in die Praxis zu gewährleisten und die Profilbildung der Hochschulen im Bereich des lebensbegleitenden Lernens zu unterstützen. Im Poster wird am Beispiel der Hochschule Niederrhein und dem dort durchgeführten Projekt „Die duale Hochschule: von ausbildungsbegleitenden hin zu berufsbegleitenden Studienmodellen“ erläutert, inwieweit die Flexibilisierung von Studienberatung, -organisation und -formaten durch digitale Medien unterstützt werden kann und zudem die Architektur digitaler Räume in sich öffnenden Hochschulen skizziert. Räume sind ‚Möglichkeiten‘ und ‚Bewegung‘ – offene Hochschulen schaffen dafür die notwendigen Strukturen.

1    Räume öffnen – Durchlässigkeit an Hochschulen schaffen

2 Leave a comment on paragraph 2 0 Um die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung zu verbessern, einen schnelleren Wissenstransfer in die Praxis zu gewährleisten und die Profilbildung der Hochschulen im Bereich des lebensbegleitenden Lernens zu unterstützen, fördert das BMBF im Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ Vorhaben, in denen Hochschulen

  • 3 Leave a comment on paragraph 3 0
  • •   förderliche Strukturen zur Ansprache heterogener Zielgruppen (u.a. Studierende mit beruflicher und/oder familiärer Verantwortung, beruflich Qualifizierte) schaffen,

7 Leave a comment on paragraph 7 0 (vgl. Webseite der wissenschaftlichen Begleitung; Themenschwerpunkte, http://offene-hochschulen.de/wb_themensp.php; 10.05.2014).

8 Leave a comment on paragraph 8 0 Im Projekt „Die duale Hochschule: von ausbildungsbegleitenden hin zu berufsbegleitenden Studienmodellen“ erweitert die Hochschule Niederrhein ihre „Räume“ und Möglichkeiten, digital unterstützt unter anderem um – bildlich gesprochen – Foyers, Gelände, Sammelpunkt und Forum.

2    Räume für Studieninteressierte eröffnen

9 Leave a comment on paragraph 9 0 Im „HN-Navigator“ finden Studieninteressierte Online-Self-Assessments für eine große Auswahl der Studiengänge der zehn Fachbereiche der Hochschule Niederrhein. Im Rahmen von „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ wurde der „HN-Navigator“ speziell für diejenigen erweitert, die vor der Frage stehen „Kann ich mich durch ein Studium weiterentwickeln?“, aber nicht die übliche Qualifikation in Form der Hochschulzugangsberechtigung aufweisen. Zugangsmöglichkeiten und Anregungen zur Selbstreflexion spiegeln die Fragen wider, die aus Beratungen dieser besonderen Zielgruppe als Anforderungen gesammelt wurden (www.hn-navigator.de).

10 Leave a comment on paragraph 10 0 Der Umgang mit außerhochschulisch erworbenen Kompetenzen wurde im Projekt analysiert und hochschulweit diskutiert, um schließlich in einem formellen Prozess als „Anrechnungsrahmenordnung“ formuliert zu werden (Wachendorf, 2014).

11 Leave a comment on paragraph 11 0 Bildlich gesprochen wurden geschaffen

  • 12 Leave a comment on paragraph 12 0
  • •   ein Foyer, in dem über die verschiedenen, formellen Möglichkeiten zu einem Hochschulstudium für neue Zielgruppen informiert wird: Es wurde ein Online-Self-Assessment für beruflich qualifizierte Studieninteressierte entwickelt, in dem der Zugang zum Hochschulstudium ohne die übliche Zugangsberechtigung klar dargestellt wird. In Kombination mit einer für diese Zielgruppe spezialisierten Studienberatung wird der Eintritt in die Hochschule optimal vorbereitet.
  • 13 Leave a comment on paragraph 13 0
  • •   ein Gelände, in dem sich die beruflich Qualifizierten in einem Zusammen­spiel von Information und Reflexion in das realistische „Auf-und-ab“ eines Studiums versetzen und ihre Energie einschätzen, die für die erfolgreiche Bewältigung notwendig sein wird: Im Online-Self-Assessment wechseln sich die Informationen für Studieninteressierte mit Fragen zu den Anforderungen an ein Studium ab. Die interessierten, beruflich Qualifizierten werden zur Reflexion über ihre Motive angeregt und über die erforderliche Investition in Zeit und Leistungen für ein Studium informiert.
  • 14 Leave a comment on paragraph 14 0
  • •   ein Sammelpunkt, an dem gefragt wird: Welche Kompetenzen werden in ein Studium eingebracht? Welche decken sich insbesondere in Inhalte und Niveau mit Modulen des Studiengangs? Es ist denkbar, die Implementierung gültiger Verfahren zur Anrechnung von Kompetenzen durch ePortfolios und online-geführten Datenbanken in offener und pauschalisierter Weise zu erproben.

15 Leave a comment on paragraph 15 0 Mit Hilfe dieser Räume öffnet sich die Hochschule zugunsten einer heterogenen Studierendenschaft; die an vielen Fachbereichen alternativ angebotenen Vollzeit- und Teilzeitstudiengänge knüpfen an das Studieninteresse an.

3    Räume für Studierende erweitern

16 Leave a comment on paragraph 16 0 Digitale Möglichkeiten sollen außerdem dazu genutzt werden, um die realen Räume von Studium und Lehre um virtuelle Komponenten dauerhaft zu erweitern. Das Angebot an Studiengängen wurde hochschulweit durch geregelte Teilzeitstudiengänge erweitert und das duale Studium berufsbegleitend weiterentwickelt (Wachendorf, Rath & Lent, 2012).

17 Leave a comment on paragraph 17 0 Die neu implementierte Lernplattform ist dabei das ‚Forum‘, von dem aus die strukturierte Begleitung der Lehrveranstaltungen geleistet (Kerres, 2012, S. 88) und wo Blended-Learning-Konzepte der Fachbereiche umgesetzt werden können. Um die Ansprache heterogener Zielgruppen zu verbessern, ist der Ausbau der Online-Begleitung der Präsenzlehre und die Erweiterung um Blended-Learning-Konzepte sinnvoll (Zawacki-Richter, 2011; Zinn & Jürgens, 2010).

18 Leave a comment on paragraph 18 0 Im Rahmen von „Aufstieg durch Bildung“ wurden dazu Bedarfsanalysen bei den Lehrenden durchgeführt und sowohl technische als auch rechtliche Umsetzungsbedingungen mit den Beteiligten diskutiert (Schönwald, 2007; Wilbers, 2001). Rechtliche Besonderheiten sind u.a. für die (auch) digitale Kooperation mit Unternehmen und Bildungsträgern sowie für Brückenangebote in Zeiträumen vor der Einschreibung der Studierenden zu regeln.

4    Ausblick

19 Leave a comment on paragraph 19 0 Diese und weitere Räume – virtuell und real – sollen im Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ durch flexible Lernwege verbunden werden. Ab dem WS 2014/15 werden dazu beispielsweise virtuelle Inhalte und Blended-Learning-Konzepte erprobt, die in Zusammenarbeit mit studentischen eTutor/innen an den Fachbereichen, den Sprachenzentren, der Bibliothek und im Tutorenprogramm erarbeitet wurden.

Literatur

20 Leave a comment on paragraph 20 0 Kerres, M. (2012). Mediendidaktik. Konzeption und Entwicklung mediengestützter Lernangebote (3. Aufl.). München: Oldenbourg.

21 Leave a comment on paragraph 21 0 Schönwald, I. (2007). Change Management in Hochschulen: die Gestaltung soziokultureller Veränderungsprozesse zur Integration von E-Learning in die Hochschullehre (e-Learning, Bd. 12). Lohmar: Eul.

22 Leave a comment on paragraph 22 0 Wachendorf, N. (2014). Die Implementierung einer hochschulweit geregelten An­rechnungsrahmenordnung. Wie ist ein hochschulweit einheitlicher Kompetenz­begriff und eine einheitliche Kompetenzfeststellung realisierbar? In A. Bergstermann, E. Cendon, L. B. Flacke, C. Grunert, J. Hettel, P. John, S. Kirberg, N. Nause, M. Reinhardt, M. Schäfer, S. Strazny, F. Theis, N. Wachendorf & M. Wolf, Kompetenzentwicklung und Heterogenität. Ausgestaltung von Studien­formaten an der Schnittstelle von Theorie und Praxis. Handreichung der wissenschaftlichen Begleitung des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“. Verfügbar unter: http://offene-hochschlen.de/download/HANDREICHUNG_Kompetenzentwicklung%20und%20Heterogenit%C3%A4t_final.pdf [10.05.2014].

23 Leave a comment on paragraph 23 0 Wachendorf, N., Rath, M. & Lent, M. (2012). Die Verbindung von beruflicher und akademischer Bildung am Beispiel des dualen Studiums nach dem „Krefelder Modell“. Das Erfolgsmodell der Hochschule Niederrhein. bwp@, 12(23). Ver­fügbar unter: http://www.bwpat.de/content/ausgabe/23/wachendorf-etal/ [28.02.2014].

24 Leave a comment on paragraph 24 0 Wilbers, K. (2001). E-Learning didaktisch gestalten. In A. Hohenstein & K. Wilbers, Handbuch E-Learning (Kap. 4.0, S. 1–42). Köln: Deutscher Wirtschaftsdienst.

25 Leave a comment on paragraph 25 0 Zawacki-Richter, O. (2011). Editorial „E-Learning und Fernstudium an Hochschulen“. zeitschrift für e-learning, 6(1).

26 Leave a comment on paragraph 26 0 Zinn, B. & Jürgens, A. (2010). Akademische Weiterbildung von Meistern und Technikern in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen. bwp@, 10(19). Verfügbar unter: http://www.bwpat.de/content/uploads/media/zinn_juergens_bwpat19.pdf [28.02.2014].

Source: http://2014.gmw-online.de/469/