|
Tagungsband zum Lesen, Kommentieren und Downloaden

Fit für E-Teaching

pdf

Jana Riedel, Brigitte Grote, Marlen Schumann, Claudia Albrecht, Luise Henze, Lars Schlenker, Claudia Börner, Jörg Hafer, Victoria Castrillejo, Thomas Köhler
Diskussion von Empfehlungen für die inhaltliche, methodische und strategische Gestaltung von E-Teaching-Qualifizierungen (Workshop)

Zusammenfassung

1 Leave a comment on paragraph 1 0 Mit dem Ziel, die Kompetenzen von Hochschullehrenden für den didaktisch motivierten Einsatz digitaler Medien und Technologien in der Hochschullehre zu fördern, gibt es an vielen deutschen Universitäten und Hochschulen Qualifi­zie­rungsangebote, die aktuell unter dem Label des E-Teaching angeboten werden. Im Rahmen dieser Weiterbildungen lernen Lehrende selbst unterschied­liche Lernräume kennen, erleben einen Perspektivwechsel vom Lehrenden zum Lernenden und gestalten daraufhin eigene Lehrräume.

2 Leave a comment on paragraph 2 0 Die Konzeption und Entwicklung dieser E-Teaching-Qualifizierungsangebote wird im Rahmen des Workshops thematisiert. Ausgehend von der Diskussion um E-Lehrkompetenz und akademischer Medienkompetenz sowie der Vorstellung von Praxisbeispielen der E-Teaching-Weiterbildung werden gemeinsam mit den Teilnehmenden Empfehlungen für die Entwicklung von E-Teaching-Quali­fizierungs­angeboten erarbeitet und diskutiert. Eine differenzierte Sicht wird durch die Aufteilung in drei Arbeitsgruppen ermöglicht, die Thesen zu inhaltlichen, methodischen und zielgruppenspezifischen Aspekten der Angebots­entwicklung bearbeiten. Diese Ergebnisse werden abschließend durch das Plenum in Form erster Empfehlungen verabschiedet.

1.   Ziele von E-Teaching-Weiterbildungsangeboten

1.1   Kompetenzen der Hochschullehrenden zur Nutzung
digitaler Medien

3 Leave a comment on paragraph 3 0 Die Nutzung digitaler Medien und Technologien ist zunehmend Alltag in der Hoch­schullehre: Immer mehr Lehrende nutzen diese zur Unterstützung und Gestaltung ihrer Lehrveranstaltungen. Aktuelle Förderprogramme wie der „Qualitäts­pakt Lehre“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) fördern explizit auch Projekte zur Verbreitung digitaler Medien in der Hochschullehre. Vielfach beschränkt sich die Verwendung jedoch auf die Unter­stützung der Lehr-Lern-Organisation zur Entlastung der Präsenzphasen von administrativen Aufgaben, wie z.B. die Organisation von Online-Ein­schreibungen oder die Bereitstellung von Materialien und Informationen. Kom­plexere Blended-Learning-Szenarien oder der Einsatz digitaler Technologien zur Lösung didaktischer Herausforderungen wie Aktivierung und Prüfung in Massen­veranstaltungen oder Unterstützung der Lernmotivation finden seltener Anwendung.1

4 Leave a comment on paragraph 4 0 Eine wesentliche Voraussetzung für eine weiterreichende Nutzung und nach-haltige Integration digitaler Technologien in die Hochschullehre (im Sinne des Integrationskonzepts) sind entsprechende Kompetenzen auf Seiten der Lehrenden (vgl. u.a. Kerres, 2007, S. 246). Während Erber et al. (2004, S. 61) noch schrieben: „Organisierte Bündelung von Kompetenz zur Nutzung der neuen Medien befindet sich an einer Reihe von öffentlichen Bildungsinstitutionen im Aufbau. Insgesamt besteht ein erheblicher Bedarf an mediendidaktischer Beratung für die Gestalter und Anbieter von Lehrinhalten“, kann Volk (2011, S. 270) mit seiner empirisch basierten Modellierung bereits zeigen, dass gerade bei der Nutzung von E-Learning seitens der Lehrkräfte „persönliche und organisationale Aspekte zusammenhängen sowie dass konkrete und allgemeine Spezialisierungsgrade ineinander übergehen“ und fordert insofern Weiterbildungsangebote für Hoch­schul­lehrende.

5 Leave a comment on paragraph 5 0 Die Betrachtung der Kompetenzen zum Einsatz digitaler Medien in der Hoch­schullehre schließt mindestens zwei Dimensionen ein: die Gestaltung didaktischer Prozesse auf der einen Seite und den Umgang mit Medien auf der anderen Seite. Bestehende Beschreibungen und Begriffsfassungen betonen daher entweder den Medienumgang, z.B. akademische Medienkompetenz bei Merkt & Schulmeister (2004), oder die Ergänzung und Modifikation didaktischer Kompetenzen, z.B. E-Lehrkompetenz bei Kerres et al. (2005), E-Teaching-Kom­petenz bei Albrecht (2004) oder medienbezogene Professionalität bei Mayrberger (2013).

6 Leave a comment on paragraph 6 0 Anhand eines Rahmenmodells setzt Mayrberger (2008) diese beiden theo­retischen Zugänge zur Beschreibung von Kompetenzen für den digitalen Medieneinsatz miteinander in Beziehung. Als Schnittmenge beschreibt sie die akademische Medienkompetenz, welche auf der einen Seite um medienpädagogische Kompetenzen wie medienerzieherische und mediendidaktische Kompetenz und auf der anderen Seite um hochschuldidaktische Kompetenzen wie Methoden- und Planungskompetenz ergänzt wird. Das Gesamtkonstrukt bettet sie in das Konstrukt der E-Kompetenz ein, welches auch auf europäischer Ebene als gemeinsame Diskussionsgrundlage dient.

7 Leave a comment on paragraph 7 0 Die notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Einstellungen lassen sich dabei innerhalb der Kompetenzbereiche Selbst-/Personalkompetenz, Sozialkompetenz und Sach-/Methodenkompetenz darstellen (z.B. Kerres et al., 2005). Eine Operationalisierung oder konkrete Beschreibung von Kompetenzbestandteilen erfolgt bisher nur bei Kerres et al. (2005), die ihr Analyseraster anhand der benannten Kompetenzbereiche aufbauen. Die Beschreibungen der weiteren Kompetenzmodelle zum E-Teaching arbeiten eher auf der Ebene von allgemeinen Lernzielen.

8 Leave a comment on paragraph 8 0 Bereits 2004 verweist Bremer zudem auf zusätzliche Fähigkeiten, wie z.B. Projekt­management. Diese werden auch deshalb erforderlich, da unterschiedliche Akteure mit unterschiedlichen Aufgaben/Rollen am Erstellungsprozess beteiligt sind, wie Euler (2004) hervorhebt. Die Anforderungen an die Kompetenz­ausprägungen können somit nach verschiedenen Kriterien wie der Aufgabenteilung (Autor, Koordinator, Trainer, Techniker; vgl. Euler, 2004), den Phasen des Erstellungsprozesses (Konzeption, Planung, Durchführung, Evaluation; vgl. Riedel et al., 2013), dem Einsatz-Szenario (z.B. Kollaboration, E-Assess­ment, Simulation, tutorielle Begleitung, u.a.; vgl. Kerres et al., 2005) oder dem Grad der Virtualität (Anreicherung, Integration, Virtualisierung; vgl. Bremer, 2004) unterschieden werden.

9 Leave a comment on paragraph 9 0 Erste Empfehlungen zur Gestaltung von Qualifizierungsangeboten anhand der theoriegeleiteten (normativen) Beschreibung von Kompetenzmodellen werden in den von Bett (2004) gesammelten Aufsätzen von einzelnen Autoren benannt. Hierbei werden eine handlungsorientierte Gestaltung (Euler, 2004; Albrecht, 2004) und Möglichkeiten für Erfahrungsaustausch (Bremer, 2004; Hugger, 2004) als Erfolgsfaktoren angesehen. Weiterhin wird darauf verwiesen, die Angebote für unterschiedliche Zielgruppen thematisch zu schärfen und eigene Angebote differenziert nach Fachkulturen, Einsatzszenarien oder Rollen zu entwickeln (Albrecht, 2004; Bremer, 2004; Gorny, 2004). Die Empfehlungen zur Gestaltung von Weiterbildungsangeboten in diesem Sammelband fokussieren unterschiedliche Aspekte und sind daher als Erfahrungswerte einzelner Akteure einzuschätzen und nicht als gemeinsam getragene Expertenmeinung. Sie können im Workshop jedoch als Ausgang für eine gemeinsame Diskussion dienen. Darüber hinaus sollen konkrete Erfahrungswerte aus bestehenden Qualifizierungsangeboten in die Diskussion einfließen.

1.2    Qualifizierungsangebote für Hochschullehrende

10 Leave a comment on paragraph 10 0 Um die Lehrenden beim situations- und anforderungsgerechten Einsatz digitaler Medien in der Lehre zu unterstützen, bieten Hochschulen umfang­reiche Maßnahmenbündel zur E-Kompetenzentwicklung an (vgl. u.a. Kerres et al. 2005). Eine dieser Maßnahmen sind formale Bildungsangebote wie die von verschiedenen Hochschulen unter dem Label des E-Teaching angebotenen Qualifizierungsprogramme.2 Zunächst bezogen sich die Trainings- und Quali­fizierungsangebote auf das pädagogische Unterstützungspersonal, sogenannte TutorInnen, welche insbesondere im Kontext der akademischen Lehre eine gute Verbreitung gefunden haben (Benoit et al., 2006). Eigenständige Ange­bote für die Kompetenzentwicklung der Lehrkräfte fanden erst später Ver­breitung. Ziel dieser Angebote ist die Vermittlung mediendidaktischer Hand­lungs­kompetenzen zur Umsetzung komplexer Blended-Learning-Szenarien in den eigenen Lehrveranstaltungen. Der Fokus der Qualifizierungsangebote liegt dabei vor allem auf der didaktischen Planung der digital gestützten Lehrangebote und den konkreten Umsetzungsmöglichkeiten in der eigenen Lehrveranstaltung. Die Kompetenzentwicklung findet dabei in umfangreichen einsemestrigen Blended-Learning-Angeboten statt, die von den teilnehmenden Lehrenden eine langfristige aktive Mitarbeit erfordern. Im Rahmen der Qualifizierung wechseln die Lehrenden die Perspektive und erleben die medial gestalteten Lehr-/Lernräume aus der Perspektive der Lernenden. In dieser Position lernen sie verschiedene Lernräume, z.B. digital angereicherte Präsenzveranstaltungen, virtuelle Klassenräume, kollaborative und selbstgesteuerte Lernräume, kennen und erfahren deren Möglichkeiten und Unterstützungsbedarfe. Anhand dieser Erfahrungen sollen sie anschließend eigene Lehrräume konzipieren und gestalten.

11 Leave a comment on paragraph 11 0 Im Folgenden werden drei entsprechende E-Teaching-Programme vorgestellt, die handlungsorientiert und mit hoher Flexibilität für die Lehrenden angeboten werden, wobei die Lehr-/Lernziele und inhaltliche und methodische Gestaltung der verschiedenen Angebote sich im Detail unterscheiden.

12 Leave a comment on paragraph 12 0 E-Teaching.TUD – Ein Qualifizierungsangebot für Lehrende sächsischer Hochschulen (Medienzentrum, Technische Universität Dresden)

13 Leave a comment on paragraph 13 0 Das Qualifizierungsangebot wird im Sommersemester 2014 erstmals angeboten. Im Rahmen eines 18-wöchigen Blended-Learning-Arrangements mit vier Präsenztagen, regelmäßigen Online-Veranstaltungen und Selbstlernphasen, erarbeiten die teilnehmenden Lehrenden kontinuierlich ein Praxiskonzept für die Integration von Online-Medien in ihre Lehre. Die Inhalte sind nach didaktischen Handlungsfeldern (z.B. Lehr-/Lernorganisation, Aktivierung, Prüfen und Bewerten, Motivation und Betreuung) strukturiert und werden in zweiwöchigen Modulen erarbeitet, wobei jedes Modul mit einem Teilkonzept des Praxistransfers und dessen umfangreichem Feedback durch die TrainerInnen abschließt. Die einzelnen Module gehen dabei jeweils auf didaktische Aspekte, Technologien sowie rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen ein.

14 Leave a comment on paragraph 14 0 eTEACHiNG-Programm – Weiterbildung für Lehrende der Brandenburgischen Hochschulen (Arbeitsgruppe eLEARNiNG,
Universität Potsdam)

15 Leave a comment on paragraph 15 0 Das eTEACHiNG-Programm besteht aus vier Basisworkshops, einem wahlobligatorischen Vertiefungsworkshop sowie begleitenden Online-Arbeits­phasen, in denen die Teilnehmenden Stück für Stück die verschiedenen An­wen­dungs­möglichkeiten des E-Teaching erleben und reflektieren (vgl. Brückner, Hafer & Henze, 2012). Die Inhalte der Weiterbildung um­fassen (medien-)didaktische Grundlagen, Beispiele und Good Practice aus ver­schiedenen Fachbereichen sowie Methoden und Werkzeuge des E-Teaching. Themen­­schwerpunkte sind Kommunikation, Kooperation und Web 2.0 sowie Urheberrecht, hinzu kommen wahlobligatorische Vertiefungen z.B. zu E-Assess­ment, Wikis, Lern- und Reflexionsunterstützung, E-Portfolios, Inhalts­erstellung (z.B. Videocasts, Podcasts, OERs) u.a. Diese Themen werden für jeden Durch­gang neu festgelegt, aufbauend auf den zuvor geäußerten Wünschen und Interessen der Lehrenden und der brandenburgischen Hochschulen. Der rote Faden der Weiterbildung wird durch die Entwicklung eines individuellen, komplexen E-Learning-Szenarios gegeben, der in ein hochschuldidaktisches Lehr-/Lernarrangement mündet. Die Konzeptentwicklung findet mit Hilfe der Beratung durch die KollegInnen in der Weiterbildung sowie durch das eTEACHiNG-Team statt.

16 Leave a comment on paragraph 16 0 E-Teaching – E-Learning-Methoden und -Werkzeuge für die Hochschullehre. Qualifizierungsangebot für Lehrende der Freien Universität Berlin (Center für Digitale Systeme, Freie Universität Berlin)

17 Leave a comment on paragraph 17 0 Bereits seit 2007 bietet CeDiS einmal jährlich eine einsemestrige praxis­orientierte Weiterbildung zum Lehren und Lernen mit digitalen Medien und Technologien. In vier Modulen (E-Learning in der Hochschullehre, Didaktische Konzeption, E-Learning-Technologien, Medienproduktion) erarbeiten die Teil­nehmenden Schritt für Schritt ein Blended-Learning-Konzept für eine ihrer Lehr­veranstaltungen des kommenden Semesters. Methodische Grundlage ist hierbei der Dreischritt aus Entwickeln (Gestalten), Üben und Reflektieren (vgl. Grote & Dietz, 2008). Dazu werden in Präsenzveranstaltungen inhaltliche Grundlagen gelegt, die durch Selbstlernangebote vertieft werden können. In den Online-Phasen wird das Gelernte auf das eigene Lehrprojekt übertragen und Konzepte bzw. Material entwickelt. In den Workshops am Ende eines jeden Moduls werden die Arbeitsergebnisse und Erfahrungen über Fachgrenzen hinweg diskutiert und reflektiert. Das fünfte Modul ist das Lehrprojekt, d.h. die Umsetzung der konzipierten Blended-Learning-Lehrveranstaltung in der regulären Lehre. Hierbei werden die Teilnehmenden vom E-Teaching-Team beraten und teletutoriell betreut. Der Workload der E-Teaching-Qualifizierung umfasst ca. 130 Std., aufgeteilt auf Präsenz (50 Std.) und Online (80 Std.). Seit 2013 ist die E-Teaching-Qualifizierung in das hochschuldidaktische Zertifikat der Freien Universität Berlin integriert und kann dort als E-Learning-Spezialisierung alternativ zum Aufbaumodul und Lehrprojekt belegt werden.

18 Leave a comment on paragraph 18 0 Jedes dieser Angebote beruht auf theoretischen Überlegungen zu den erforderlichen Kompetenzen und berücksichtigt die Anforderungen der Lehrenden der eigenen Hochschule. Im Rahmen der praktischen Umsetzung werden die Programme stetig weiterentwickelt sowie den Gegebenheiten, Anfor­derungen und der technischen Ausstattung der Hochschulen angepasst. Der Um­gang mit Herausforderungen wie das Herausarbeiten von Hetero­­genität innerhalb der Zielgruppe (Statusgruppen, Fachkulturen, Vor­kennt­­nisse, Teil­nehmenden­interessen, Elaborationsgrad der Sprache, u.a.) oder auch der Spagat bspw. zwischen Technikschulung und didaktischem Weiter­bildungs­angebot sind Bestand dieser Fortentwicklung und Qualitäts­sicherung.

2   Entwicklung von Empfehlungen für die inhaltliche, methodische und strategische Gestaltung von E-Teaching-Qualifizierungen

19 Leave a comment on paragraph 19 0 Den drei vorgestellten E-Teaching-Qualifizierungen gemeinsam ist das Ziel, Lehrende für den didaktisch motivierten und reflektierten Einsatz von digitalen Medien und Technologien in der Hochschullehre zu qualifizieren. Die Förderung der E-Kompetenzentwicklung von Lehrenden erfolgt in allen drei Angeboten in ähnlicher Weise, doch abhängig von den situativen Rahmenbedingungen an den jeweiligen Hochschulen, den fokussierten E-Kompetenzbereichen und dem avisierten Lernprodukt (Entwicklung eines Blended-Learning-Konzepts oder Durchführung einer Blended-Learning-Lehrveranstaltung) mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen.

20 Leave a comment on paragraph 20 0 Ziel des Workshops ist es, ausgehend von der theoriegeleiteten Diskussion um E-Lehrkompetenz und akademische Medienkompetenz und den existierenden Qualifizierungsangeboten zum E-Teaching gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmenden Grundelemente und Empfehlungen zur Gestaltung erfolgreicher E-Teaching-Qualifizierungen zu erarbeiten. Dabei geht es nicht um eine Bewertung der vorgestellten Angebote, sondern um die Identifikation gemeinsamer Merkmale, die zukünftig Grundlage für die Neu- und Weiterentwicklung von E-Teaching-Weiterbildungen sein können. Dieses trägt zum einen zur Qualitätssicherung bei, zum anderen ermöglicht es auch eine Vergleichbarkeit und somit einfachere wechselseitige Anerkennung der Angebote unterschiedlicher Hochschulen.

21 Leave a comment on paragraph 21 0 Obschon die konkrete Ausgestaltung der E-Teaching-Angebote nur im hochschulspezifischen Kontext erfolgen kann (z.B. unter Berücksichtigung der übergeordneten strategischen Ziele und der situativen Rahmenbedingungen, vgl. Kerres et al., 2005), lassen sich – wie die drei vorgestellten Angebote nahelegen – elementare Lehr-/Lernziele, Themen, Methoden und Strukturen für E-Teaching-Qualifizierungsmaßnahmen identifizieren, so wie es für hochschuldidaktische Qualifizierungen bereits Standard ist (vgl. u.a. die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik, DGHD, 2005). Darüber hinaus wird diskutiert, inwiefern Standardelemente in der didaktischen Konzeption und methodischen Vermittlung der Ausbildungsinhalte benannt und Empfehlungen ausgesprochen werden können, um eine einheitliche Qualität der Angebote anzustreben.

22 Leave a comment on paragraph 22 0 Da der Fokus des Workshops wie auch der Qualifizierungsangebote auf der Zielgruppe der Hochschullehrenden liegt, die Kompetenzen entwickeln wollen, um digitale Medien vielfältig und didaktisch begründet in ihre Lehre zu integrieren, sollen zudem die Motivation und Einstellung der Lehrenden sowie die bei ihnen vorhandenen Kompetenzen berücksichtigt und thematisiert werden.

2.1   Ablauf und Methodik des Workshops

23 Leave a comment on paragraph 23 0 Nach der Vorstellung der Moderatorinnen und Moderatoren erfolgt eine inhaltliche Einführung in das Thema des Workshops. Hierfür werden die in der Literatur diskutierten Kompetenzbeschreibungen kurz vorgestellt und anhand des von Mayrberger (2008) vorgestellten Rahmenmodells deren Wechselbeziehungen verdeutlicht. Unter Verwendung empirischer Daten aus einer Verbleibstudie der Universität Potsdam und Erfahrungsberichten aus den oben angeführten E-Teaching-Programmen werden die Lernerfolge und nachhaltige Kompetenzentwicklung der teilnehmenden Lehrenden beleuchtet.

24 Leave a comment on paragraph 24 0 Anschließend werden die folgenden drei Fragestellungen in Arbeitsgruppen bearbeitet:

  • 25 Leave a comment on paragraph 25 0
  • •   Curriculare Überlegungen. Welche Lernziele und Inhalte können – ausgehend von den erforderlichen E-Kompetenzen – identifiziert werden, die in Form von „Standardelementen“ für E-Teaching-Qualifizierungen zusammengefasst werden können?
  • 26 Leave a comment on paragraph 26 0
  • •   Methodisch-didaktische Überlegungen. Welche Methoden und didaktischen Konzepte eignen sich speziell für die Zielgruppe der Lehrenden und sollten somit in den E-Teaching-Qualifizierungen zur Anwendung kommen?
  • 27 Leave a comment on paragraph 27 0
  • •   Strategische Überlegungen. Mit welchen Strategien und Betreuungs­konzepten kann man den Herausforderungen infolge der Heterogenität der Teilnehmenden an E-Teaching-Qualifizierungen (in Bezug auf Vorwissen, Lehrerfahrung, Medienaffinität, Fachkultur, etc.) begegnen?

28 Leave a comment on paragraph 28 0 An Thementischen erarbeiten drei Arbeitsgruppen Empfehlungen zu den Fragestellungen; die Thementische werden durch das Organisationsteam moderiert. Ausgangspunkt der Diskussion an den drei Tischen ist jeweils ein konkreter Vorschlag (Diskussionsvorlage) des Organisationsteams zu Inhalten, Methoden bzw. strategischer Umsetzung von E-Teaching-Angeboten, welcher den Stand der Forschung und die konkreten Erfahrungen mit E-Teaching-Weiterbildungen zusammenfasst. So soll vermieden werden, dass die Arbeit an den Thementischen auf dem Stand der zuvor vom Organisationsteam präsentierten Inhalte verharrt und sich in einer Sammlung konsensfähiger Aspekte erschöpft. Vielmehr soll Raum geschaffen werden für die zu erwartende kontroverse Diskussion von E-Kompetenzen und somit den Inhalten, Methoden und der strategischen Umsetzung von E-Teaching-Angeboten, von der aufgrund der vielfältigen Erfahrungen und Vorkenntnisse der Teilnehmenden auszugehen ist. Jede Arbeitsgruppe erarbeitet auf Grundlage des Diskussionspapiers für den jeweiligen Teilaspekt eine eigene Position zu den Grundelementen und Empfehlungen zur Gestaltung erfolgreicher E-Teaching-Qualifizierungen und bereitet diese für die sich anschließende Plenumsdiskussion auf.

29 Leave a comment on paragraph 29 0 Das Plenum beschließt abschließend ein gemeinsames Papier mit Gestaltungs­empfehlungen für E-Teaching-Qualifizierungen, welches den Veranstaltern der Tagung übergeben wird. Dieses kann als erste Vorarbeit für die Entwicklung gemeinsamer Leitlinien dienen.

30 Leave a comment on paragraph 30 0 Als Gesamtzeit für den Workshop (inkl. Pause) werden 3 Stunden veranschlagt. Der Workshop sollte mit maximal 24 Teilnehmenden stattfinden.

2.2   Motivation und Erfahrungen zur Durchführung des Workshops

31 Leave a comment on paragraph 31 0 Die Moderatorinnen und Moderatoren des Workshops sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit der Konzeption und Durchführung von E-Teaching-Weiterbildungsangeboten betraut sind. Diese werden im Rahmen der Aktivitäten der zentralen Forschungs- und Dienstleistungseinrichtungen ihrer Hochschulen angeboten, die die Einführung digitaler Medien in der Hoch­schullehre unterstützen.

32 Leave a comment on paragraph 32 0 Die Organisatorinnen und Organisatoren sind am fachlichen Austausch sowie an einer Bestimmung von notwendigen Kompetenzen für die Entwicklung von E-Learning-Angeboten für ihre alltägliche Arbeitstätigkeit interessiert, um anhand der Erkenntnisse Qualifizierungsangebote optimieren und nachhaltig anbieten zu können.

Literatur

33 Leave a comment on paragraph 33 0 Albrecht, R. (2004). E-Teaching-Kompetenz aus hochschuldidaktischer Perspektive. Die systematische Förderung von E-Teaching-Kompetenzen durch Hoch­schulentwicklung und Hochschuldidaktik. In K. Bett (Hrsg.), Medien­kompetenz für die Hochschullehre (S. 15–32). Münster, New York, München, Berlin: Waxmann.

34 Leave a comment on paragraph 34 0 Benoit, E., Kahnwald, N., Köhler, T. & Volk, B. (2006). Teletutoren-Ausbildung für Lehrer/innen des Landes Brandenburg sowie für Lehrende und Studierende der Universität Potsdam. In C. Lattemann & T. Köhler, Multimediale Technologien. Multimedia in E-Business und Bildung (S. 81–94). Frankfurt am Main: Peter Lang Verlag.

35 Leave a comment on paragraph 35 0 Bett, K. (2004). Medienkompetenz für die Hochschullehre. Münster, New York, München, Berlin: Waxmann.

36 Leave a comment on paragraph 36 0 Bremer, C. (2004). Medienkompetenz von Hochschullehrenden im Kontext von Mediengestaltung und dem Erstellungsprozess netzgestützter Lehre. In K. Bett (Hrsg.), Medienkompetenz für die Hochschullehre (S. 197–214). Münster, New York, München, Berlin: Waxmann.

37 Leave a comment on paragraph 37 0 Brückner, C., Hafer, J. & Henze, L. (2012). Eine E-Teaching-Weiterbildung im Span­nungsfeld von Theorie und Praxis: Ziele, Wege und Hindernisse in einer hochschuldidaktischen Weiterbildung zur Entwicklung von E-Lehrkompetenz. In
B. Berendt, A. Fleischmann, J. Wildt, N. Schaper & B. Szczyrba (Hrsg.), Neues Handbuch Hochschullehre: Lehren und Lernen effizient gestalten (S. 172–186). Berlin: Raabe.

38 Leave a comment on paragraph 38 0 DGHD (2005). Leitlinien zur Modularisierung und Zertifizierung hochschuldidaktischer Weiterbildung: http://www.dghd.de/download.php?f=151eb9e36144d41aa51ec5bf9ac00898.

39 Leave a comment on paragraph 39 0 Erber, G., Köhler, T., Lattemann, C., Preissl, B. & Rentmeister, J. (2004). Rahmen­bedingungen für eine Breitbandoffensive in Deutschland. Berlin: Deutsches Institut für Wirtschaft.

40 Leave a comment on paragraph 40 0 Euler, D. (2004). Einfach, aber nicht leicht – Kompetenzentwicklung im Rahmen der Implementierung von E-Learning an Hochschulen. In K. Bett (Hrsg.), Medien­kompetenz für die Hochschullehre (S. 55–77). Münster, New York, München, Berlin: Waxmann.

41 Leave a comment on paragraph 41 0 Gorny, P. (2004). Dozentenweiterbildung – Multimedia in der Lehre. Ein Konzept zur Verbesserung des E-Teaching: Flutlicht statt Leuchttürme. In K. Bett (Hrsg.), Medien­kompetenz für die Hochschullehre (S. 85–92). Münster, New York, München, Berlin: Waxmann.

42 Leave a comment on paragraph 42 0 Grote, B. & Dietz, J. (2008). Die Rolle formaler Qualifizierungsangebote bei der
e-Kompetenzentwicklung am Beispiel der Freien Universität Berlin. In U. Lucke et al. (Hrsg.), Workshop-Proceedings der Tagungen Mensch-Computer 2008, DeLFI 2008 und Cognitive Design 2008 (S. 390–397). Berlin: Logos Verlag.

43 Leave a comment on paragraph 43 0 Hugger, K.-U. (2004). Neue Medien und Hochschullehrer: Zu Hinderungsgründen und Widerständen. In K. Bett (Hrsg.), Medienkompetenz für die Hochschullehre (S. 269–273). Münster, New York, München, Berlin: Waxmann.

44 Leave a comment on paragraph 44 0 Kerres, M. (2007). Strategische Kompetenzentwicklung und E-Learning an Hoch­schulen. Chancen für die Hochschulentwicklung. In P. Baumgartner &
G. Reinmann (Hrsg.), Überwindung von Schranken durch E-Learning (S. 245–264). Innsbruck: Studienverlag.

45 Leave a comment on paragraph 45 0 Kerres, M., Euler, D., Seufert, S., Hasanbegovic, J. & Voss, B. (2005). Lehrkompetenz für E-Learning-Innovationen in der Hochschule. Ergebnisse einer explorativen Studie zu Maßnahmen der Entwicklung von eLehrkompetenz. SCIL-Arbeitsbericht 6, St. Gallen.

46 Leave a comment on paragraph 46 0 Mayrberger, K. (2008). (Medien-)pädagogische Kompetenzen für die nachhaltige Integration von E-Learning in die akademische Lehre. Zeitschrift für E-Learning 3(2), S. 9–23.

47 Leave a comment on paragraph 47 0 Mayrberger, K. (2013). Medienbezogene Professionalität für eine zeitgemäße Hochschullehre – ein Plädoyer. In G. Reimann, M. Ebner & S. Schön (Hrsg.), Hochschuldidaktik im Zeichen von Heterogenität und Vielfalt: Doppelfestschrift für Peter Baumgartner und Rolf Schulmeister (S. 197–213). Norderstedt: Verlag Books on Demand.

48 Leave a comment on paragraph 48 0 Merkt, M. & Schulmeister, R. (2004). Die Entwicklung von Medienkompetenz unter dem Aspekt der Professionalisierung von Hochschullehrenden. In K. Bett (Hrsg.), Medienkompetenz für die Hochschullehre (S. 111–127). Münster, New York, München, Berlin: Waxmann.

49 Leave a comment on paragraph 49 0 Riedel, J., Schlenker, L. & Albrecht, C. (2013). Fokus E-Teaching – Zur Medien­didaktischen Handlungskompetenz Lehrender. In K. Hering, J. Kawalek,
K. Hornoff & F. Schaar (Hrsg.), Didaktik Motivation Innovation. Tagungsband zum Workshop on e-Learning 2013, HTWK Leipzig (S. 75–84). Leipzig: HTWK Leipzig.

50 Leave a comment on paragraph 50 0 Volk, B. (2011). Kompetenzorientierte Personalentwicklung für das akademische Lehrpersonal als Grundlage für innovative Hochschullehre. Analyse eines Weiterbildungskonzepts für Hochschullehrende zum Erwerb von E-Learning-Kompetenzen. Dissertation im Fachgebiet Bildungstechnologie an der TU Dresden.

51 Leave a comment on paragraph 51 0 Zentrum für Weiterbildung der TU Dresden (2013). Lehrpraxis im Transfer. Teilprojekt TU Dresden. Bedarfserhebung 2012/13. Dokument zur internen Nutzung.

52 Leave a comment on paragraph 52 0 1   Dies zeigen z.B. aktuelle Befragungsergebnisse an der TU Dresden (vgl. Zentrum für Weiterbildung der TU Dresden, 2013).

53 Leave a comment on paragraph 53 0 2   Neben den an der Workshop-Organisation Beteiligten sind hier vor allem das Angebot „Online-Lehre lernen“ der TU Berlin, das „e-Learning-Zertifikat“ der Goethe Universität Frankfurt und das E-Didaktik-Zertifikat des Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz zu nennen.

Source: http://2014.gmw-online.de/431/