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„Teach-ins reloaded“ – Unkonferenzen und BarCamps

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Stefan Andreas Keller, Thomas Bernhardt, Benno Volk
Charakter, aktueller Stand und Potenzial offener Tagungsformate im Wissenschaftsbetrieb

1 Leave a comment on paragraph 1 0 Dieser Beitrag wird im Format „flipped conference“ umgesetzt.

Zusammenfassung

2 Leave a comment on paragraph 2 0 Der Beitrag analysiert die historischen Wurzeln neuer Tagungsformate im Wissen­schaftsbetrieb, die als BarCamps bzw. Unkonferenzen bezeichnet werden. Anhand einer Befragung wichtiger Exponenten solcher Communities und Organisator/innen von verschiedenen BarCamps im deutschsprachigen Raum und in den USA stellt der Beitrag die Struktur solcher Formate, ihre Akzeptanz im Wissenschaftsbetrieb sowie ihr Potenzial für die Zukunft dar. Mit der historischen Rückführung auf den gesellschaftlichen Aufbruch der 1960er Jahre lassen sich die neuen Tagungsformate in eine gesamtgesellschaftlich geführte Diskussion um die Demokratisierungspotenziale des Internets einbetten. Abschließend wird der Frage nachgegangen, wie groß die Anzahl und der Ein­fluss alternativer Tagungsformate im Wissenschaftsbetrieb ist.

1    Einleitung: „Freie Software, freie Liebe!“

3 Leave a comment on paragraph 3 0 „Die Veröffentlichung der Daten erfüllt alle Kriterien guter Sabotage: Das gut geölte Laufen der Maschine wird gestört, Autoritäten verlieren Einfluss und werden unterminiert. Die Entdeckung der Fehlbarkeit Gottes ist der erste Schritt zum Sturz seines Throns.“1 So lautete die Stellungnahme einer mit „The Simpsons“-Masken auftretenden Hacker-Gruppe namens „Virtual Monkeywrench“ zu ihrem Coup, der zu Beginn des Jahres 2001 weltweit für Schlagzeilen sorgte: Sie veröffentlichten von ihnen gehackte persönliche Daten wie z.B. Kreditkartennummern von Teilnehmenden des Weltwirtschaftsforums in Davos (Schweiz) – ein jährliches Treffen illustrer Kreise aus Wirtschaft und Politik. Unter dem Motto „Freie Software, freie Liebe!“ wollten sie damit auf das Informations- und Wissensmonopol der „Mächtigen dieser Welt“ hinweisen.

4 Leave a comment on paragraph 4 0 Der Coup gelang auf dem Höhepunkt einer Welle von politischen Aktionen, die per Internet organisiert oder sogar rein virtuell durchgeführt wurden. Dahinter stand eine soziale Bewegung aus lose miteinander verbundenen linksorientierten Politgruppierungen, NGOs, Netizens und Computerfreaks, die man gemeinhin unter dem Begriff der „Antiglobalisierungsbewegung“ zusammenfasst.2 Diese Bewegung wurde zentral vom Gedanken geleitet, dass das Internet ein Raum der Freiheit und der Demokratie sei und es damit möglich werde, das Informations- und Wissensmonopol der „Mächtigen dieser Welt“ zu brechen (Wishart & Bochsler, 2002). Diese Vorstellung einer sog. „digital democracy“ (Loader & Mercea, 2012, S. 2) basiert grundsätzlich auf dem Gedankengut der 68er-Bewegung. Die Verknüpfung des Slogans „Freie Liebe“ – eines der zentralen Kernthemen der 68er – mit dem Slogan „Freie Software“ durch die Hackergruppe „Virtual Monkeywrench“ ist ein deutliches Zeichen hierfür. Kernthemen der 68er-Bewegung wie die Abschaffung von Hierarchien, die Demokratisierung und die Erhöhung der politischen Partizipation eines jeden Menschen werden hier wieder aufgenommen und mit der Technologie des Internets verknüpft (Gilcher-Holthey, 2008). Seit dem Aufkommen von Social Media und insbesondere seit dem sog. Arabischen Frühling hat die Diskussion um die Demokratisierungspotenziale des Internets noch einmal zugenommen (sog. „second wave digital democracy“ vgl. Loader & Mercea, 2012).

5 Leave a comment on paragraph 5 0 Vergleichbare Tendenzen lassen sich nun auch im weltweiten Wissenschafts­betrieb feststellen: Bewegungen wie Open Access oder Open Content sind von diesem Gedankengut gespiesen, doch auch im Bereich wissenschaftlicher Tagungsformen lassen sich neue Entwicklungen feststellen. Inspiriert durch den Geist von Web 2.0 und Social Media, beginnen BarCamps als neue Konferenzformen die Welt der Wissenschaften zu erobern. Diese Entwicklung birgt das Potenzial in sich, die paradoxerweise an den Rand gedrängte Inter­aktivität und Kommunikation wieder ins Zentrum wissenschaftlicher Tagungen zu rücken. Diese Konferenzformen bzw. Tagungsformate haben das Potenzial, eines der traditionellsten Rituale der Wissenschaftswelt – eben die wissenschaftliche Tagung – zu reformieren, indem sie etablierte Strukturen und Hierarchien angreifen und damit bestehende Wissensmonopole erschüttern.

2    Die klassische akademische Tagung – Struktur und Zweck

6 Leave a comment on paragraph 6 0 Der Gang zu Tagungen und Konferenzen gehört zu einer der Haupttätigkeiten von Wissenschaftler/innen. Solche Besuche können für die wissenschaft­liche Karrierebildung genauso zentral sein wie das Publizieren in einschlägigen Zeitschriften. Wissenschaftliche Tagungen sind dabei immer noch überwiegend hierarchisch strukturiert: In manchen Wissenschaftsbereichen gleichen einige Tagungen Initiationsritualen, durch welche junge aufstrebende Wissenschaftler/innen von den etablierten „Platzhirschen“ geschleust werden, um sie auf ihre Tauglichkeit zu prüfen und eine Passung an die traditionellen Normen des Wissenschaftsbetriebs zu erreichen (Bretschneider, 1999).

7 Leave a comment on paragraph 7 0 Das Paradoxe daran ist, dass infolge dieser rituellen Handlungen der kommunikative Aspekt, der eigentlich im Vordergrund von solchen Veranstaltungen stehen sollte, ins Abseits gedrängt wird. Die Tagungen bestehen in der Regel aus einer Reihe von mehr oder minder lückenlos aneinandergereihten Referaten. Für Diskussion bleibt in der Regel wenig bis gar keine Zeit. Häufig handelt es sich bei den Referatsgrundlagen auch noch um einen Fließtext, der für den geplanten Tagungsband geschrieben wurde und nicht für ein mündliches Referat gedacht war. Somit bestehen viele dieser Events aus einer Reihe von für alle Beteiligten ermüdenden Selbstdarstellungsritualen.3 Auch in den USA scheint es laut einem Artikel in der renommierten Washingtoner Zeitung „The Chronicle of Higher Education“ nicht viel anders zu sein: „If you’ve been to a traditional humanities conference, you know what a soul-crushing experience it can be. First you apply months ahead of time to a program committee, which will take its sweet time deciding whether your paper or panel idea merits a place. Then you shell out money to spend three days in windowless conference rooms listening to other people dutifully read their papers. There might even be a PowerPoint presentation. If you’re lucky, you’ll manage to have a real conversation about the topic during a coffee break before you’re off to the next panel.“ (Howard, 2010).

3    Das Konzept der Unkonferenzen und BarCamps

8 Leave a comment on paragraph 8 0 Die neuen Formen wissenschaftlicher Tagungen sind zentral von der Motivation geleitet, solche Strukturen abzuschaffen. Interessanterweise fand die erste solche Tagung – ein sog. BarCamp (wir verwenden in der Folge diesen Begriff für alle daraus hervorgehenden Tagungsformen) – bereits 2005 statt, als „offen für die Öffentlichkeit“-Alternative4 zu den jährlichen von Tim O’Reilly organisierten FooCamps (Friends of O’Reilly)5, an denen nur geladene Gäste teilnehmen durften und damit exakt im selben Jahr, in welchem sein geflügeltes Wort des „Web 2.0“ (O’Reilly, 2005) weltweite Verbreitung fand. Mit der Charakterisierung als „user-generated conference“ (ebd.) wird erstens diese Verbindung mit der Idee des Web 2.0 explizit gemacht. Der ebenfalls zur Charakterisierung solcher Tagungsformen eingesetzte Begriff der „Unkonferenzen“ macht zweitens klar, von was sich die Erfinder der BarCamp-Idee absetzen wollen: von der klassischen starr strukturierten, hierarchischen Tagungsform in der Form aneinandergereihter Referate hin zu einer offenen, spontanen, kreativen Diskussion unter Gleichberechtigten zu Themen, die von einer Mehrheit der Teilnehmenden als wichtig erachtet werden.

9 Leave a comment on paragraph 9 0 Unkonferenzen und BarCamps zeichnen sich durch die Einführung offener Formate aus: Interessierte können thematische Vorschläge für sog. „Sessions“ einbringen, entweder im Vorfeld oder direkt an der Tagung. Die Organisatoren stellen lediglich Räume zur Verfügung, in denen diese Sessions durchgeführt werden können. Ablauf und Inhalte werden von den Teilnehmenden hauptsächlich im Tagungsverlauf selbst entwickelt. Die Teilnehmenden entscheiden mittels Voting, welche Sessions durchgeführt werden. Grundsätzlich steht die Diskussion im Vordergrund; wenn jemand eine Session vorgeschlagen hat, so ist es lediglich seine Aufgabe, die Session zu moderieren und zu Beginn einen Input zu geben – z.B. mit der Formulierung von zwei zentralen Fragen zum Thema, die er oder sie diskutieren lassen möchte. Der überwiegende Teil der Session besteht in einer Diskussion aller Anwesenden über das Thema. Alle Teilnehmenden können und sollen sich also aktiv beteiligen, anstatt zur passiven Rezeption gezwungen zu sein.

4    Aktueller Stand und Einfluss von BarCamps

10 Leave a comment on paragraph 10 0 Um das Phänomen dieser hierarchiefreien Tagungsformate besser erklären zu können und um eine Einschätzung der aktuellen Lage von BarCamps vornehmen zu können, wurden Personen befragt, die an der Organisation und Durchführung von wissenschaftlichen BarCamps beteiligt waren.

11 Leave a comment on paragraph 11 0 Aktueller Stand von BarCamps

12 Leave a comment on paragraph 12 0 Die Wahrnehmung der befragten Exponenten ist diesbezüglich recht unterschiedlich: In der Wahrnehmung von Jöran Muuß-Merholz6, der u.a. das OERcamp7, ein EduCamp und das MOOCcamp8 organisiert hat, gibt es weiterhin eine deutliche Zunahme an BarCamps. Claudia Bremer9 von der Universität Frankfurt/M., die ebenfalls an der Organisation des MOOCcamp beteiligt war, findet, dass „der Hype nachlässt, sich dafür aber Variationen zu entwickeln beginnen“. Diese Tagungsformate werden eher zu Normalität und „werden eins von vielen möglichen Veranstaltungsformaten und auch ausdifferenziert, heisst: es entstehen Anpassungen, verschiedene Formen usw.“ Karlheinz Pape, der mehrere regelmäßig stattfindende BarCamps ins Leben gerufen hat (darunter KnowledgeCamp, CorporateLearningCamp und WissensTransferCamp), sieht BarCamps derzeit erst am Beginn des Hype-Cycles; allerdings bezieht sich seine Aussage hauptsächlich auf den Bereich der Privatwirtschaft.10

13 Leave a comment on paragraph 13 0 Für Johannes Busse11, Professor für Hochschuldidaktik in angewandten Wissen­schaften für MINT-Fächer an der Technischen Hochschule Mittelhessen und wie Karlheinz Pape an der Durchführung des WissensTransferCamp – #WITRAC1412 beteiligt, stehen BarCamps und Unkonferenzen „auf der innovativen, unkonventionellen Seite von Wissenschaft und Praxis – also dort, wo Innovation stattfindet“. Für Pape ist denn auch die Generierung von neuem Wissen und neuen Ideen kombiniert mit personellem Networking der große Vorteil von BarCamps, der sie attraktiv macht und ihren Einfluss vergrößert.

14 Leave a comment on paragraph 14 0 Die neuen Tagungsformen fließen aber auch zunehmend in traditionelle wissenschaftliche Veranstaltungen ein: Thomas Bernhardt, Experte für neue Bildungs­technologien an der Universität Bremen und Mitiniatator der EduCamp-Initiative im deutschsprachigen Raum, ist der Meinung, dass inzwischen jede zweite bis dritte Tagung mit offenen Formaten arbeite.13 Amanda French wird als lokale THATCamp-Koordinatorin an der US-amerikanischen Ostküste „regelmäßig“ kontaktiert und um Unterstützung bei der Integration oder Parallelführung eines BarCamps gebeten.14

15 Leave a comment on paragraph 15 0 Kombination von BarCamps mit traditionellen Tagungsformaten

16 Leave a comment on paragraph 16 0 Jöran Muuß-Merholz hat gute Erfahrungen mit Mischformen, also BarCamps mit darin integrierten traditionellen Konferenzelementen, sammeln können. Beim zweiten OERcamp wurde z.B. die Struktur so gesetzt, dass auch diejenigen, die vor allem wegen des angekündigten Programms gekommen waren, mehr oder weniger gedrängt waren, auch am BarCamp teilzunehmen (zwei Tage Konferenz, dabei 1/4 kuratierte Konferenz, 1/2 Barcamp, 1/4 kuratierte Konferenz). „Ich halte Mischformen für gut, wenn man Menschen ansprechen will, die noch keine eigenen Barcamp-Erfahrungen haben“, so Muuß-Merholz. Auch Claudia Bremer sieht in den verschiedenen, real-existierenden Mischformen viel Positives: „Ich persönlich präferiere solche Mischformen, damit auch Input reinkommt“. Karlheinz Pape organisierte mehrere „BarCamp-Foren“ an traditionellen Konferenzen wie z.B. dem eLearning Summit, z.B. parallel zu Vorträgen mit drei Sessions nacheinander von je 20 Minuten.

17 Leave a comment on paragraph 17 0 Zwei Beispiele: EduCamp und THATCamp

18 Leave a comment on paragraph 18 0 An dieser Stelle möchten wir speziell auf zwei solcher BarCamp-Formen in der Wissenschaft eingehen. Beide werden von Angehörigen von Communities durchgeführt, die eine besondere Affinität zu Informations- und Kommuni­kationstechnologien aufweisen: das EduCamp von Medien- und Kommunika­tionswissenschaftlern und das THATCamp aus dem Bereich der Digital Humanities. EduCamps werden weltweit seit 2007 durchgeführt, im deutschsprachigen Raum seit 2008 (vgl. Bernhardt et al., 2010, S. 26). Das THATCamp (The Humanities and Technology Camp) ist eine Initiative des Center for History and New Media der George-Mason-University in Virgina (USA) und existiert ebenfalls seit 2008.15 Unterdessen finden THATCamps überall auf der Welt statt. Auch diese Tagungsform ist eine Unkonferenz wie das EduCamp, doch zusätzlich werden sog. BootSessions angeboten, vorab festgelegte thematische Slots mit geladenen Gästen. Es handelt sich also um eine Mischform.

19 Leave a comment on paragraph 19 0 Stellenwert von Web 2.0 und Social Media in BarCamps

20 Leave a comment on paragraph 20 0 Beide BarCamp-Formen sind vor und während der Tagung stark durch den Einsatz von Web-2.0-Technologien und Social Media geprägt: Vor einem EduCamp etwa wird zum Zwecke des Community building eine Kom­muni­kationsplattform eingesetzt.16 Dort können Details, wie die Anreise oder das Finden von Unterkünften, geklärt werden. Interessierten bietet sich damit aber auch die Möglichkeit, bereits vorab einen Session-Vorschlag zu posten und so die Reaktion der Community zu testen. Stößt der Vorschlag bereits im Vorfeld auf Interesse, so ist die Chance groß, dass die Session später auch durchgeführt werden kann. Das gibt Sicherheit und auch Motivation, sich gut vorzubereiten und Energie in die Gestaltung der Session zu investieren. Es ist auch potenziell möglich, dass auf der Plattform gepostete Kommentare den eigenen Input optimieren oder gar zu einer gemeinsamen Leitung einer Session führen.

21 Leave a comment on paragraph 21 0 Während der Tagung kommen Social-Media-Instrumente wie Twitter zum Einsatz. Ein speziell auf die Tagung zugeschnittener Hashtag ist Standard. Der Einsatz von Twitter an Tagungen ist umstritten,17 wird aber von vielen Teilnehmenden als bereichernd erlebt: Da man nie an allen Sessions gleichzeitig teilnehmen kann, geben Tweets die Möglichkeit mitzuerleben bzw. nachzuvollziehen, was in anderen Sessions geschieht und sie ermöglichen es gleichzeitig auch, mit den Urhebern der Tweets, falls gewünscht, in Kontakt zu treten. Auch und besonders dann, wenn man selber nicht an der Konferenz teilnehmen kann.

22 Leave a comment on paragraph 22 2 Insgesamt ist ein BarCamp ein kommunikativ-kreatives Ereignis, welches sehr motivierend wirkt und in dem man schnell mit anderen Teilnehmern in eine aktive Diskussion tritt; ihr akademischer Grad spielt dabei keine Rolle. Alle BarCamp-Organisator/innen bezeichnen die Kommunikation und Interaktion während der Veranstaltung als das wichtigste und gewinnbringendste Resultat: „The chief results are human, social, intellectual, internal“, so Amanda French. Sie beschreibt die Erfahrung einer Unkonferenz mit einem „höheren Grad von intellektuellem Engagement verglichen mit einer traditionellen wissenschaftlichen Konferenz“ (Howard, 2010).

23 Leave a comment on paragraph 23 0 Die Frage der Nachhaltigkeit: Sicherung von BarCamp-Resultaten

24 Leave a comment on paragraph 24 1 Natürlich hat diese Tagungsform auch ihre Nachteile: Die offene Form kann potenzielle Interessenten verunsichern: Wie kann man sich auf diese Tagungsform adäquat vorbereiten? Was geschieht genau an der Tagung? Für die Vorbereitung können Social-Media-Instrumente wie gezeigt gute Dienste leisten, doch welche Resultate bringt solch eine Tagung hervor? Bei BarCamps ist in der Regel nicht vorgesehen, dass Ergebnisse nach der Tagung publiziert werden und es gibt keine klassischen Tagungsbände: „That might put off some traditionalists who want to know what to expect out of a professional gathering“, so Amanda French (ebd.). Die Dokumentation des Geschehenen ist eine große Herausforderung für solche Tagungsformen: Wie soll man die Inhalte der Sessions festhalten? Und wer ist für die Dokumentation verantwortlich?

25 Leave a comment on paragraph 25 0 Es gibt aber durchaus eine Reihe von Methoden, mit denen man die Inhalte von BarCamps in Resultate gießen kann: Als sehr sinnvoll und bereichernd kann der Einsatz von kollaborativen Online-Schreibwerkzeugen (z.B. piratepad.net [eine Variante der Etherpads] oder edupad.ch) als „selbstorganisierte Dokumentationsform“ (Karlheinz Pape) betrachtet werden. Allerdings ist diese Art der Sicherung von Resultaten auch „BarCamp-typisch als dezentral beschriebene (oder auch nicht beschriebene) Etherpads“, so Jöran Muuß-Merholz. Es hängt also von der Aktivität einzelner Session-Teilnehmer ab, ob und wie gut eine Session dokumentiert wird.18 Für die THATCamp-Community wurde ein „THATCamp Proceedings“-Web-Portal geschaffen, welches weltweit alle Blog-Posts versammelt.19

26 Leave a comment on paragraph 26 0 Beim EduCamp in Bremen hat man zudem mit Videos als Dokumentationsform experimentiert, in denen die Leiter/innen von einzelnen Sessions in 140 Sekunden beschrieben, um was es in ihrer Session ging, was die Ergebnisse waren und wie es nun weiter geht, sozusagen als „audiovisuellen Beleg aller Sessions“ (Bernhardt, 2011). Allerdings sind Informationen durch netzbasierte Dokumentationsformen wie Aufzeichnungen, Live-Übertragungen und der Einsatz von Etherpads flüchtiger und weit weniger greifbar und strukturiert wie ein Tagungsband. Die wissenschaftliche Reputation solcher Publikationsformen ist dementsprechend (noch) gering.

27 Leave a comment on paragraph 27 0 Teilnehmerstruktur von BarCamps

28 Leave a comment on paragraph 28 0 Die Teilnehmerstruktur der BarCamps ist sehr gemischt: Studierende, Akade­miker, Universitätsangehörige wie z.B. Verwaltungsangestellte oder Biblio­the­kare, E-Learning-Experten, Archivare, Museumsspezialisten, Ange­stellte aus der Privatwirtschaft etc. tummeln sich auf den verschiedenen Camps. Jöran Muuß-Merholz ist sich sicher, dass es im Wissenschaftsbetrieb in Deutschland kein Format gibt, bei dem die Mischung unterschiedlicher Gruppen so gut funktioniert wie beim BarCamp. Nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern auch in der US-amerikanischen THATCamp-Community handelt es sich bei der Mehrzahl der Besucher/innen um Studierende oder Angehörige des akademischen Mittelbaus. Nur an den von Karlheinz Pape mitorganisierten BarCamps stammte die Mehrzahl der Teilnehmer/innen aus der Privatwirtschaft (60%). Professor/innen, v.a. von den klassischen Universitäten sind kaum oder gar nicht anzutreffen – und wenn, dann gehören sie laut Thomas Bernhardt „zu den jüngeren Generationen, die selbst auch aktiv im Web 2.0 unterwegs sind und für eine Öffnung von Wissenschaft einstehen“.

29 Leave a comment on paragraph 29 0 Teach-in meets Unconference meets „Digital Democracy“

30 Leave a comment on paragraph 30 0 Der größte Teil des traditionellen Wissenschaftsbetriebs wurde also von den neuen Tagungsformen noch nicht erfasst – das liegt wohl nicht zuletzt im expliziten Versuch der BarCamps, hierarchische Strukturen des Wissenschaftsbetriebes aufzubrechen.20 In diesem Versuch erinnern sie an die universitären Teach-ins der 1960er Jahre. Damit sprechen sie natürlich die unteren Hierarchiestufen mehr an als die wissenschaftlich etablierte Klientel. Es handelt sich insgesamt um eine „Bottom-up“-Bewegung, wie Claudia Bremer treffend resümiert.

31 Leave a comment on paragraph 31 0 Teach-ins wie auch die Unkonferenzen verfolgen sehr ähnliche Zielsetzungen bezüglich des Status und der Rolle der Teilnehmer/innen: Zentral ist, dass alle gleiche Rechte und gleiche Rollen haben. Hierarchien sind explizit nicht erwünscht, zudem ist jeder Teilnehmer aufgefordert, sich aktiv an den Diskussionen zu beteiligen. Das Ziel ist, die Macht akademischer Hierarchien zu brechen bzw. den Machtfaktor aus der Diskussion auszuschließen. Dahinter steht die Idee, dass dadurch jede Stimme gleichberechtigt gehört werden und sich aus der Diskussionen möglichst aller Teilnehmenden eine egalitäre Meinungsbildung und Wissensgenerierung etablieren kann. Im Prinzip greifen diese Formen damit klassisch aufklärerische Vorstellungen des herrschaftsfreien Räsonnements emanzipierter Bürger des 18. Jahrhunderts wieder auf, wie sie von Denkern wie Immanuel Kant oder Jean-Jacques Rousseau beschrieben worden sind – mit (aktuellerem) Verweis auf den Philosophen Jürgen Habermas, der seit den 1960er Jahren den herrschaftsfreien Diskurs als eine solche Idealvorstellung in Theorie und Praxis propagiert, können diese Bestrebungen geradezu als typisch „habermasianisch“ bezeichnet werden.21

32 Leave a comment on paragraph 32 0 In einem Punkt unterscheiden sich die Teach-ins der 1960er Jahren von den heutigen BarCamps jedoch klar: Bei allen Formen der „direkten Aktion“ der 68er-Bewegung ist eine deutliche politische Motivation erkennbar. Sit-ins beispielsweise wurden explizit als Protestformen zur Störung und Blockade von Veranstaltungen eingesetzt.22

33 Leave a comment on paragraph 33 0 Dagegen fehlt diese politische Motivation in den alternativen Tagungsformen anscheinend weitgehend – bislang ist uns lediglich ein Beispiel bekannt, wo ein BarCamp direkt als „Protestaktion“ gegen klassische wissenschaft­liche Tagungsformate durchgeführt wurde.23 Viel weiter verbreitet ist jedoch die (friedliche) Form der sich gegenseitig befruchtenden Kombination: Seit 2010 wird z.B. ein EduCamp jeweils parallel zur jährlichen Tagung der „Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft“ (GMW) durchgeführt. 24

34 Leave a comment on paragraph 34 0 Anlässe und Motive zur Organisation von BarCamps

35 Leave a comment on paragraph 35 0 Die Initialzündung zur Organisation eines BarCamps entsteht nicht aus einer Protesthaltung heraus, sondern viel häufiger aus dem Versuch, Akteure und Interessierte eines noch wenig erforschten, neuen Themengebiets miteinander zu verbinden und aus dem Austausch neue Impulse für das Themenfeld zu generieren. So war es beim ersten EduCamp 2008 (vgl. Bernhardt et al. 2010, S. 26) in Ilmenau, dies war die Grundmotivation zur Etablierung des THATCamp-Formats in den USA und dies war auch die Motivation zur Durchführung des OERCamp 2012 in Bremen von Jöran Muuß-Merholz: „Es gab einen recht überschaubaren Kreis von Menschen, die dazu in Deutschland diskutierten. […] Insofern war ein Ausgangspunkt das Ziel: Wir wollen die Beteiligten und Betroffenen zum Austausch zusammen bringen.“ Johannes Busse beschreibt dieses gemeinsame Betreten von Neuland so: „Unsere Diskussionen waren hoch innovativ und eher auf neue Einsichten, bis hin zu neuen Fragen ausgerichtet. Also Wissenschaft in der Frühphase von Erkenntnis und nicht in der ‚Sack zu-Phase‘“. Und er ergänzt: „Es ist die beste Tagungsform, die ich kenne: viel Diskussion, viel Austausch, spannende Themen, gute Kontakte für den wissenschaftlichen Austausch.“ Jöran Muuß-Merholz arbeitet häufig in Bereichen, die noch nicht institutionalisiert sind: „Da sind Austausch untereinander und Exploration wichtige Ziele und Kennzeichen. Und das funktioniert mit BarCamps besonders gut.“ Karlheinz Pape beschreibt BarCamps zudem als ein Format, in dem informelles, selbstgesteuertes Lernen möglich sei. Bei BarCamps handle es sich um ein Beispiel für neue „Lern-Dienstleistungen“.

36 Leave a comment on paragraph 36 0 Auffallend an den hier untersuchten BarCamp-Formen ist, dass alle Communities einen starken Bezug zur digitalen Technologie und zu Neuen Medien aufweisen, was den partizipativen Geist der 1968er zusätzlich befeuert. Besonders gegen Ende der 1990er Jahre organisierten sich Vertreter der Antiglobalisierungsbewegung über das Netz und starteten Aktionen, die mitunter als „virtual sit-in(s)“25 bezeichnet werden.

37 Leave a comment on paragraph 37 0 Mit dem Einsatz der digitalen Medien greifen Unkonferenzen und BarCamps diese Ideen auf und integrieren sie in den Verlauf der Tagung. Laut Thomas Bernhardt wollten die EduCamp-Initianten „ein neues Format probieren, welches die Offenheit und Partizipationsmöglichkeiten des Internet widerspiegelt“.

5    Fazit und Ausblick

38 Leave a comment on paragraph 38 0 Die befragten Organisatoren/-innen von BarCamps schätzen den Bekanntheits- und Verbreitungsgrad solcher offener Tagungsformate im Wissenschaftsbetrieb (noch) als gering ein. Laut Johannes Busse sei die Akzeptanz und das Engagement vor allem bei den teilnehmenden Personen sehr hoch: „die kommen auch immer wieder …“. Jöran Muuß-Merholz vermutet, „dass 98% der Menschen im Wissenschaftsbetrieb noch nicht einmal den Begriff kennen.“ Seiner Erfahrung nach sind diejenigen, die die Formatidee (auf dem Papier) kennenlernen, häufig erst einmal skeptisch, ob das so funktionieren kann. Allerdings hat Muuß-Merholz gleichzeitig den Eindruck, „dass diejenigen, die dann eigene Barcamp-Erfahrungen machen, danach meist überzeugt von dem Format sind. Also kurz gesagt: ‚You gotta see it, to believe it.‘“

39 Leave a comment on paragraph 39 0 Noch ist der grösste Teil des Wissenschaftsbetriebs also traditionell organisiert. Doch Unkonferenzen und BarCamps haben das Potenzial, das bestehende Monopol der etablierten Tagungen aufzubrechen. Laut Thomas Bernhardt werden Veranstalter klassischer Konferenzen abgeschreckt durch „die Unsicherheiten in Bezug auf Beiträge und Partizipation insoweit […], als dass sie meist nur Teile der Konferenz offen anlegen und die häufig auch mit untypischen vorab angekündigten Sessions. Ich fände es wirklich spannend, wenn man eine GMW- oder DeLFI-Tagung zur Hälfte (oder sogar komplett) als reguläres BarCamp anlegen würde. Professoren stünden dann neben ihren WiMis [wissenschaftlichen Mitarbeitenden, Anm. d. Autoren] und Studenten und würden ihr Paper-Thema dem Publikum zur Abstimmung vorstellen. Gibt es keine Interessenten, findet die Session eben nicht statt.“ Die Chance von Unkonferenzen und BarCamps für den Wissenschaftsbetrieb besteht also darin, die Tagungsformen langsam „von innen her“ zu reformieren, indem zunehmend „hybride“ Tagungen mit offenen Formaten unter Beibehaltung klassischer Elemente durchgeführt werden. Nichtsdestotrotz bleibt aber die alles entscheidende Frage, ob die Mehrzahl der sich an den wissenschaftlichen Diskussionen beteiligenden Teilnehmenden überhaupt daran interessiert ist, offene Tagungsformate zu unterstützen. Also ob sie grundsätzlich „habermasianisch“ denken und diese Prinzipien auch gegen etablierte Rituale umsetzen möchten. Wie bei vielen anderen Gebieten in den Wissenschaften – z.B. neue Publikationsformen wie Open Access, neue Kom­munikationsformen wie Social Media etc. – stellt sich die Frage, ob die potenziell davon Profitierenden den Mut haben, etablierte Strukturen und Traditionen im Wissenschaftsbetrieb zu verändern.

Literatur

40 Leave a comment on paragraph 40 0 Bernhardt, T. (2011). Gestaltung eines Lernraumes. Blogbeitrag auf E-Learning 2.0. Online: http://www.elearning2null.de/2011/03/25/educamp-gestaltung-eines-lernraumes/ [24.03.2014].

41 Leave a comment on paragraph 41 0 Bernhardt, T., Büffel, S. & Kirchner, M. (2010). Bildung am „Lagerfeuer“. EduCamps als partizipatives Konferenzformat im Web-2.0-Stil. In H. Dürnberger, S. Hofhues & T. Sporer (Hrsg.), Offene Bildungsinitiativen: Fallbeispiele, Erfahrungen und Zukunftsszenarien (S. 25–35). Münster: Waxmann.

42 Leave a comment on paragraph 42 0 Bretschneider, F. (1999). Akademische Rituale. Symbolische Praxis an Hochschulen. Leipzig: Universität Leipzig Redaktion Hochschule Ost.

43 Leave a comment on paragraph 43 0 Gilcher-Holthey, I. (2008). Die 68er Bewegung: Deutschland – Westeuropa – USA. 4. Aufl. München: C. H. Beck.

44 Leave a comment on paragraph 44 0 Howard, J. (2010). The „Unconference“: Technology Loosens Up the Academic Meeting. In The Chronicle of Higher Education, 23. Mai 2010. Online: http://chronicle.com/article/The-Unconference-Technol/65651 [01.03.2014].

45 Leave a comment on paragraph 45 0 Loader, B. D. & Mercea, D. (Hrsg.) (2012). Social Media and Democracy: Innovations in Participatory Politics. New York: Routledge.

46 Leave a comment on paragraph 46 0 O’Reilly, T. (2005). What Is Web 2.0? Design Patterns and Business Models for the Next Generation of Software. Online: http://oreilly.com/web2/archive/what-is-web-20.html [01.03.2014].

47 Leave a comment on paragraph 47 0 Wishart, A. & Bochsler, R. (2002). Leaving reality behind. Insight the battle for the soul of the Internet. New York: Harper Collins.

48 Leave a comment on paragraph 48 0 1   WEF-Hacker: „Freie Software, freie Liebe!“ In: Spiegel Online, 12. Februar 2001, online verfügbar: http://www.spiegel.de/netzwelt/web/wef-hacker-freie-software-freie-liebe-a-117124.html, Stand: 1. März 2014.

49 Leave a comment on paragraph 49 0 2   Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Globalisierungskritik, Stand: 1. März 2014. An­mer­kung: Der Artikel ist inhaltlich sehr ausführlich und detailliert. Einzig die Rolle des Internets als Transport- und Organisationsmedium wird nicht behandelt.

50 Leave a comment on paragraph 50 0 3   Vgl. dazu z.B. Hoeren, Thomas: Akademische Rituale: Tod den Tagungsbänden! In: Spiegel Online, 20. Oktober 2009, http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/akademische-rituale-tod-den-tagungsbaenden-a-655408.html, Stand: 1. März 2014.

51 Leave a comment on paragraph 51 0 4   Siehe: http://en.wikipedia.org/wiki/Barcamp, Stand: 1. April 2014.

52 Leave a comment on paragraph 52 0 5   Foo und bar werden in der Programmiersprache als Platzhalter für Variablen verwendet.

53 Leave a comment on paragraph 53 0 6   Schriftliche Auskunft von Jöran Muuß-Merholz, 22. März 2014.

54 Leave a comment on paragraph 54 0 7   Treffen zu freien Bildungsmaterialien – http://oercamp.mixxt.de.

55 Leave a comment on paragraph 55 0 8   Fachforum und Barcamp zu MOOCs – http://mooccamp.mixxt.de.

56 Leave a comment on paragraph 56 0 9   Schriftliche Auskunft von Claudia Bremer, 22. März 2014.

57 Leave a comment on paragraph 57 0 10   http://knowledgecamp.mixxt.org, http://colearncamp.hessenmetall.de, http://wissenstransfercamp.mixxt.de. (schriftliche Auskunft von Karlheinz Pape, 23. März 2014).

58 Leave a comment on paragraph 58 0 11   Schriftliche Auskunft von Johannes Busse, 22. März 2014.

59 Leave a comment on paragraph 59 0 12   7./8. März 2014 an der Technischen Hochschule Mittelhessen, Friedberg.

60 Leave a comment on paragraph 60 0 13   Schriftliche Auskunft von Thomas Bernhardt, 26. August 2013.

61 Leave a comment on paragraph 61 0 14   Schriftliche Auskunft von Amanda French, 8. April 2014. Sie ist regionale THATCamps-Koordinatorin auf Initiative des Center for History and New Media (CHNM, http://www.chnm.gmu.edu).

62 Leave a comment on paragraph 62 0 15   http://thatcamp.org und http://www.chnm.gmu.edu.

63 Leave a comment on paragraph 63 0 16   http://educamp.mixxt.de.

64 Leave a comment on paragraph 64 0 17   Vgl. z.B. Nowviskie, Bethany: Uninvited guests: Regarding twitter at invitation-only academic events, Bethany Nowviskie, 25. April 2010, online verfügbar: http://nowviskie.org/2010/uninvited-guests, Stand: 1. März 2014.

65 Leave a comment on paragraph 65 0 18   Mit einer organisierten Dokumentation, ausgeführt z.B. durch studentische Mitarbeiter, können diese Resultate jedoch optimiert werden. Vgl. THATCamp Switzerland in Lausanne 2011: http://switzerland2011.thatcamp.org/session-reports, Stand: 01.03.2014.

66 Leave a comment on paragraph 66 0 19   http://proceedings.thatcamp.org

67 Leave a comment on paragraph 67 0 20   „There’s an appealing spontaneity and democratic angle to this approach, and you don‘t have to scour an inch-thick conference program to find a topic that interests you. Ms. French points out that THATCamp also sidesteps some of the hierarchies that shape traditional conferences, where Big Name Scholars and Rising Stars tend to take up a lot of the limelight—and not because they necessarily have the most intriguing ideas.“ (Howard, 2010).

68 Leave a comment on paragraph 68 0 21   Vgl. Habermas, Jürgen: Strukturwandel der Öffentlichkeit: Untersuchungen zu einer Kategorie der bürgerlichen Gesellschaft, Frankfurt am Main 1990 (Erstausgabe 1962).

69 Leave a comment on paragraph 69 0 22   Vgl. Klimke, Martin: Sit-in, Teach-in, Go-in: Zur transnationalen Zirkulation kultureller Praktiken, in: Klimke, Martin; Scharloth, Joachim(Hg.): 1968. Handbuch zur Kultur- und Mediengeschichte der Studentenbewegung, Stuttgart 2007, S.119–136. Insbesondere S. 122.

70 Leave a comment on paragraph 70 0 23   TeilnehmerInnen der Tagung „Keine Bildung ohne Medien!“ vom 24./25.03.2011 organisierten aus Protest gegen die traditionelle Form der Tagung spontan vor Ort ein BarCamp. Vgl. http://medialepfade.de/2011/03/kongress-keine-bildung-ohne-medien, Stand 28. März 2014.

71 Leave a comment on paragraph 71 0 24   Pre-Conference: Programm: GMW’10 Zürich, o. J., http://gmw-online.de/archiv/gmw10/programm/pre-conference.html, Stand: 26. August 2013.

72 Leave a comment on paragraph 72 0 25   Bochsler & Wishart, S.164. Vgl. auch S. 187ff. (Breaking down the hierarchical walls of Wall Street – Ideologie der 68er, dass jeder etwas vom Kuchen haben soll. „Now the power is in your hands“) sowie 284 (Riots in Seattle 1999 als Beweis für „evidence of the power of the Internet as a force for political organisation“).

Source: http://2014.gmw-online.de/260/