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Auf dem Weg zum Campus von morgen

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Sabina Brandt, Gudrun Bachmann

Zusammenfassung

1 Leave a comment on paragraph 1 1 In einem explorativ angelegten Projekt des Bereichs Bildungstechnologien wurde an der Universität Basel untersucht, wie der „Campus von morgen“ aussehen kann und welche Schritte dorthin führen. Das Projekt hat gemeinsam mit Nutzerinnen und Nutzern universitärer Räume sowie Gestalterinnen und Gestaltern von Lernumgebungen einen Blick auf ‚den Campus von heute‘ geworfen und gemeinsam Thesen ‚für den Campus von morgen‘ formuliert.

2 Leave a comment on paragraph 2 0 Dieser künftige Campus

  • 3 Leave a comment on paragraph 3 2
  • unterstützt das Lernen und Lehren im Sinne der Partizipation und Enkulturation. Dies verlangt insbesondere nach Räumen für Gruppenarbeit, Fachdiskurs und informellen Austausch.
  • 4 Leave a comment on paragraph 4 0
  • wird als Lebens- und Lernort geplant, der angemessen auf die veränderten Bedürfnisse einer zunehmend mobilen und diversen Studierendenschaft reagieren kann.
  • 5 Leave a comment on paragraph 5 0
  • wird von einer Organisationskultur getragen, bei der Studierende als Ange­hörige der Universität in die Gestaltung eingebunden sind.
  • 6 Leave a comment on paragraph 6 0
  • wird möglich durch Planungsprozesse und Betriebskonzepte, welche die Aufnahme und Umsetzung neuer Entwicklungen und Anforderungen fördern.

7 Leave a comment on paragraph 7 0 Der vorliegende Beitrag fasst die in der Publikation Lernumgebungen an der Hochschule. Auf dem Weg zum Campus von morgen (Škerlak et al., 2014) veröffentlichten Projektergebnisse in einem Übersichtsartikel zusammen.

1    Einleitung

8 Leave a comment on paragraph 8 0 Räume prägen uns – durch ihre architektonischen Charakteristika, ihre Innen­ausstattung, aber auch durch unser subjektives Erleben in ihnen. Gerade Hoch­schulen sollten sich deshalb der Frage stellen, wie ‚Raum für Bildung‘ aussieht und aussehen sollte, und wie verschiedene Disziplinen einen Beitrag für ein besseres Verständnis von Raum leisten können, beispielsweise Architektur und Psychologie, Design und Didaktik, Informatik und Pädagogik.

9 Leave a comment on paragraph 9 0 Dank mobiler Geräte wird mittlerweile prinzipiell an jedem Ort auf dem Campus gelernt. Doch wie wachsen der virtuelle und der reale Lernraum zusammen? Und wie genau kann eine beides umfassende Lehr- und Lernumgebung aussehen? Dies waren die Grundfragen für das Projekt ‚ITSI – Moderne Lernumgebung für den Campus von morgen‘1.

10 Leave a comment on paragraph 10 0 Aktuelle Bildungstrends sowie praktische Folgen der Umsetzung der Bologna-Reform bildeten den Ausgangspunkt:

15 Leave a comment on paragraph 15 0 Aus diesen Entwicklungen im Bildungsbereich und den Fortschritten im Bereich der IT resultieren neue Nutzungsbedürfnisse für und Ansprüche an universitäre Räume, die im Rahmen des Projekts ITSI untersucht wurden. Um diesen zu genügen, benötigt der Campus von morgen also verschiedene Typen von Räumen:

21 Leave a comment on paragraph 21 0 Zusammen konstituieren die verschiedenen Raumtypen den universitären Campus. Gemeinsam mit Nutzerinnen und Nutzern universitärer Räume sowie Gestalterinnen und Gestaltern universitärer Lernumgebungen wurden im Rahmen von fünf Workshops entlang dieser Raumtypen verschiedene Perspektiven auf den Campus vertieft, Problemfelder identifiziert und Zukunftsszenarien skizziert. Parallel zu den Workshops wurden Begleitstudien zur Vertiefung einzelner Aspekte durchgeführt. Zudem wurden durch Exkursionen an andere Universitäten wertvolle Erfahrungen gewonnen.

22 Leave a comment on paragraph 22 0 Den verschiedenen Workshops und Studien2 gemeinsam ist das induktive Vorgehen mittels empirisch-qualitativer Exploration mit dem Ziel, die An­for­derungen von Studierenden an eine moderne Lernumgebung beschreiben zu können.

2    Passt der traditionelle Campus zum Studieren von heute?

23 Leave a comment on paragraph 23 0 Der folgende Abschnitt richtet das Augenmerk auf universitäre Lern- und Lehr­räume und deren Gestaltung.

2.1   ‚Lernwanderer‘ – zum Lernen unterwegs

24 Leave a comment on paragraph 24 1 „Ich bin ein Lernwanderer“. So bezeichnete ein Student sein Studierverhalten. Treffender hätte er den Kern aktueller Entwicklungen nicht benennen können. Im Projekt ITSI wurde die Bezeichnung ‚Lernwanderer‘ zur Metapher über die Studierenden von heute: Sie sind zum Lernen unterwegs auf dem Campus und auch ausserhalb, falls die Ressourcen woanders besser sind oder andere Aktivitäten andere Orte nahelegen (z.B. Nebenerwerb, Kinderbetreuung, Sport etc.). Als Lernwanderer suchen sie sich die für die jeweilige Tätigkeit optimale Umgebung und nutzen auch „Zwischenzeiten“ etwa beim Pendeln oder zwischen Lehrveranstaltungen. Lernwanderer sind sie einerseits dank mobiler Geräte, digitaler Literatur und Online-Lernmaterialien, andererseits verbringen sie aber auch wegen ihres dichten Stundenplans den Studienalltag vermehrt auf dem Campus und wechseln die physischen und virtuellen Orte zwischen Lehrveranstaltungen, Lernzeiten und ‚Leerzeiten‘ häufig. Im Zusammenhang mit dem Lernwandern haben sich Themenfelder herauskristallisiert, die auf Handlungsbedarf bei der Campusgestaltung hinweisen. Im Folgenden werden entlang dieser Themenfelder ein Bild des Campus aus Studierendenperspektive nachgezeichnet und aus organisationaler Sicht die damit verbundenen Spannungsfelder dargestellt.3

25 Leave a comment on paragraph 25 0 (A) Lernen auf dem Campus: Orte und Infrastruktur

26 Leave a comment on paragraph 26 1 Lernwanderer haben alles, was sie für ihren Alltag brauchen, stets mit dabei; nicht nur Lernmaterialien und Lerninfrastruktur, sondern auch das restliche Tagesgepäck wie Jacken und Verpflegung, Sportsachen oder Instrumente, Fahr­rad­helme oder Regenschirme. Irgendwo muss das Gepäck untergebracht werden, und unsere Beobachtungen haben gezeigt, dass in der Regel nur begrenzt Stauraum (z.B. Schliessfächer, Garderoben) vorhanden ist und dass z.B. auch Arbeitstische recht schmal sind, wenn neben dem Laptop auch noch Bücher, ein Skript oder Ordner Platz haben sollen. Die meist genannten Bedürfnisse der Lernwandernden sind: Platz für Kommunikation und Konzentration, Platz für das mobile Büro, Informationen darüber, wo generell gelernt werden kann und wo aktuell Platz dafür ist, sowie mehr Steckdosen, mehr Stauraum und WLAN auf dem ganzen Campus. Obwohl die Studierenden ihren Studienalltag als tägliche Lernwanderung beschreiben, wünschen sich viele trotzdem einen festen Arbeitsplatz auf dem Campus, an dem sie sich einrichten und ihre persönliche ‚Lerninfrastruktur‘ liegen lassen können.

27 Leave a comment on paragraph 27 0 Spannungsfeld ‚jederzeit und überall‘ versus ‚an einem Ort‘

28 Leave a comment on paragraph 28 2 Die Wünsche bezüglich Lernen auf dem Campus befinden sich in einem Spannungsfeld zwischen ‚Lernen jederzeit und überall‘ einerseits und ‚Lernen an einem Ort‘, einer Art ‚home-base‘ andererseits. Diese beiden Bedürfnisse verdeutlichen, dass viele Studierende ihren Lebensmittelpunkt zunehmend auf den Campus verlegen. Es geht nicht darum, die beiden Wünsche gegeneinander auszuspielen oder die Studierenden durch ein einseitiges Angebot zu einem bestimmten Lernverhalten zu drängen, sondern ein ausgeglichenes, situationsangepasstes Angebot zu schaffen oder zu erhalten.

29 Leave a comment on paragraph 29 0 (B) Lernen in wechselnden Kontexten: Grenzen und Übergänge

30 Leave a comment on paragraph 30 0 Privates und Studium mischen sich, formale Lehrsituationen gehen in informellen Austausch über, konzentrierte Lernphasen wechseln sich mit Erholungsphasen ab. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage nach den Grenzen und Übergängen zwischen den verschiedenen Kontexten, in denen sich Studierende bewegen: Wo sind sie gewünscht oder sogar erforderlich, wo überflüssig oder hinderlich?

31 Leave a comment on paragraph 31 0 Spannungsfeld ‚integriert‘ versus ‚getrennt‘

32 Leave a comment on paragraph 32 2 Aus der Perspektive der Universität stellt sich die Frage, inwieweit die inte­grierte Mischnutzung (sei es virtuell oder physisch) gewünscht und wo eher der Trennung den Vorzug gegeben wird. In diesem Spannungsfeld ‚integriert‘ versus ‚getrennt‘ geht es darum, die Grenzen und Übergänge zwischen Lehr- und Lernräumen, Lern- und Zwischenräumen, Studierenden und Dozierenden, Konzentration und Kommunikation, Universitärem und Privatem, Lernen und Erholung, Fachdisziplin und Interdisziplinarität usw. bewusst zu gestalten. Die Frage, wie flexibel oder spezifisch eine Umgebung, ein Raum oder ein Werkzeug sein muss oder darf, lässt sich nicht abschliessend beantworten, sondern muss stets neu gestellt werden, auch unter Einbezug der künftigen Nutzerinnen und Nutzer. Die Lösungen müssen auch nicht immer baulicher oder technischer Natur sein. Häufig reichen bereits gemeinsam ausgearbeitete und explizit gemachte Nutzungsregeln aus.

33 Leave a comment on paragraph 33 0 (C) Lernen an der Universität: Nutzungskulturen

34 Leave a comment on paragraph 34 0 Studierende kommen nicht nur zum Besuch einer Veranstaltung auf den Campus und gehen dann wieder nach Hause. Manchmal werden sie jedoch so behandelt, als ob sie genau dies täten: nicht als Angehörige der Institution, sondern als Besucher. Die Räumlichkeiten sind entsprechend für Besucher optimiert, da implizit erwartet wird, dass die Studierenden im Anschluss an die Lehrveranstaltung den Campus wieder verlassen. Mancherorts haben die Studie­renden dagegen die Möglichkeit, z. B. einen fachbereichseigenen Lern­raum selbst zu gestalten und tragen dort auch die Verantwortung für dessen Nutzung.

35 Leave a comment on paragraph 35 0 Spannungsfeld ‚Serviceanspruch‘ versus ‚Eigenverantwortung‘

36 Leave a comment on paragraph 36 0 Aus institutioneller Sicht ergibt sich daraus ein Spannungsfeld zwischen ‚Serviceanspruch‘ von Studierenden als Kunden und deren ‚Eigenverantwortung‘ als Angehörige der Institution; ein Balanceakt, der im Zusammenhang mit der Bologna-Reform auch in anderen Kontexten beobachtet wird (vgl. Gómez Tutor, Hobelsberger & Menzer, 2011). Die verschiedenen Nutzungskulturen in den Gebäuden haben einen Einfluss auf die Lernkulturen im jeweiligen Fach. Von Studierenden selbst gesteuerte Projekte und Initiativen werden durch eine eigen­verantwortliche Nutzungskultur unterstützt. Dafür sollten sowohl fachspezifisch als auch fächerübergreifend entsprechende Räumlichkeiten zur Ver­fügung gestellt werden. Auch bei diesem Spannungsfeld geht es nicht darum, sich als Hochschule für die reine Kundenorientierung oder die ausschliessliche Eigenverantwortung zu entscheiden, sondern ein für das eigene Profil angemessenes ‚Sowohl-als-auch‘ zu ermöglichen.

37 Leave a comment on paragraph 37 0 (D) Lernen im Fach: (Fach-)Sozialisation

38 Leave a comment on paragraph 38 0 In verschiedenen Kontexten betonten die Studierenden, dass es für sie wichtig sei, dort lernen zu können, wo auch ihre eigene Disziplin angesiedelt ist. Studierenden ist die Identifikation mit dem Fach (genauso wie die Identifikation mit der Institution Universität) ein wichtiges Bedürfnis. (Lern-)Räume im Fachbereich und der Zugang zu solchen können das Zugehörigkeitsgefühl dabei massgeblich beeinflussen. Umgekehrt formulierten die Studierenden explizit auch den Wunsch nach Orten für den interdisziplinären Austausch.

39 Leave a comment on paragraph 39 0 Spannungsfeld ‚Fachkulturen‘ versus ‚Universitas‘

40 Leave a comment on paragraph 40 0 Für die Universität ergibt sich ein Spannungsfeld zwischen ‚Fachkulturen‘ und ‚Universitas‘. Idealerweise identifizieren sich Studierende sowohl mit ihrem Fach bzw. ihren Fächern als auch mit der Universität als Ganzem. Wie können also sowohl Fachkulturen wie auch interdisziplinärer Austausch gefördert werden? Ergibt sich Fachdiskurs am ehesten in facheigenen Lernräumen? Wie organisiert sich eine Fachgemeinschaft überhaupt räumlich? Wie wirken sich Studiengänge, die mehr als ein Fach vorsehen, auf die Identifikation der Studierenden mit Fach und Universität und auf die Fachkulturen aus? Wichtig dabei ist, dass es sowohl dezentraler Lernräume bei den Fächern als auch zentraler Lernräume bedarf, und dass das eine nicht auf Kosten des anderen ausgebaut werden sollte.

41 Leave a comment on paragraph 41 0 (E) Lernen mit Anderen: Austausch und Diskurs

42 Leave a comment on paragraph 42 0 Studierende halten sich nicht nur für die Lehrveranstaltung oder das konzentrierte Arbeiten auf dem Campus auf. Sie brauchen und wünschen sich auch Orte für die Gruppenarbeit, den fachlichen Diskurs und den informellen Austausch. Das Projekt ITSI hat sichtbar gemacht, dass die Universität Basel zu wenige spezifisch für den Austausch und die Gruppenarbeit gestaltete Räume bietet. Wenn möglich weichen die Studierenden deshalb auf andere Orte aus, wie zum Beispiel Cafés oder die eigene WG. Diese bieten jedoch meist nicht die ideale Umgebung für Gruppenarbeiten: Dort fehlt die benötigte Infrastruktur, es gibt zu wenig Platz oder es ist schlicht zu laut, um sich auf die Gruppenarbeit zu konzentrieren. Die angebotenen Lernräume und Arbeitsplätze sind meist für das konzentrierte Selbststudium konzipiert. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Lehrräumen. Sie sind in der Regel frontal für die Instruktion ausgerichtet und bieten wenig Flexibilität für die Gruppenarbeit oder den Austausch im Plenum.

43 Leave a comment on paragraph 43 0 Spannungsfeld ‚individuell‘ versus ‚diskursiv‘

44 Leave a comment on paragraph 44 0 Aus institutioneller Sicht ergibt sich hier ein Spannungsfeld zwischen ‚individuell‘ und ‚diskursiv‘. Beide Lernformen gilt es durch entsprechende Räume angemessen zu unterstützen. Traditionelle, über lange Zeiten gewachsene Universitäten haben eher zu wenige Räume und Orte für das Gruppenlernen, den Fachdiskurs und den informellen Austausch.

45 Leave a comment on paragraph 45 0 (F) Lernen wie zu Hause? Atmosphäre und Verpflegung

46 Leave a comment on paragraph 46 0 Verbringen Studierende den ganzen Tag auf dem Campus, dann wird dieser zu ihrem Lebensraum. Unter dem Titel ‚An der Uni zuhause‘ werden auf einem Studierendenblog der Universität Basel Orte auf dem Campus vorgestellt, ‚an denen man es sich gemütlich machen kann‘.4 Verpflegung, Aussicht, Atmosphäre, Natur sind die vier Gesichtspunkte, unter denen jeweils ein Ort an der Uni vorgestellt wird – diese Qualitäten sind für die heutigen Studierenden wichtig. Vergleichbar mit einer gesunden ‚Work-Life-Balance‘ scheint den Studierenden eine ausgewogene ‚Learn-Life-Balance‘ wichtig. Dabei spielt auch frische, gesunde, abwechslungsreiche und günstige Verpflegung eine bedeutende Rolle.

47 Leave a comment on paragraph 47 0 Spannungsfeld ‚Wohnstube‘ versus ‚Arbeitsplatz‘

48 Leave a comment on paragraph 48 0 Aus institutioneller Sicht lohnt es sich, gemäss den vorigen Ausführungen, das Thema ‚Essen‘ nicht zu unterschätzen. Das Spannungsfeld, das sich im Zusammenhang mit Verpflegung und Atmosphäre für die planende Hochschule ergibt, könnte als ‚Wohnstube‘ versus ‚Arbeitsplatz‘ bezeichnet werden. Hier stellt sich die Frage, inwieweit eine Hochschule den Wünschen nach Gemüt­lichkeit, guter Atmosphäre und gesundem Essen gerecht werden sollte bzw. will, und wo hier die Grenzen zu setzen sind. Andererseits kann man auch fragen, warum der Wohlfühlfaktor gerade an Bildungsinstitutionen oft negativ konnotiert ist. Muss Lernen ‚wehtun‘? Die Lernforschung deutet auf das Gegenteil hin: In positiv erlebten Umgebungen lernt es sich besser.5 Im Sinne einer nachhaltigen Universität müsste neben effizientem Wirtschaften und ökologischer Verträglichkeit auch das Wohlbefinden der sich darin bewegenden Menschen ein zentrales Anliegen sein.

2.2 Studieren heute: Implikationen für die Campusgestaltung

49 Leave a comment on paragraph 49 0 Ausgehend von Beobachtungen aus studentischer Sicht haben sich also zusammenfassend folgende sechs Themenfelder herauskristallisiert:

  1. 50 Leave a comment on paragraph 50 0
  2. (A)   Orte und Infrastruktur: Heutige Studierende sind ‚Lernwanderer‘. Sie wandern zwischen Lehrveranstaltungen, Pausen, individuellen Lernzeiten und Gruppenarbeiten und sind oft mit ihrem Tagesgepäck von morgens bis abends auf dem Campus.
  1. 51 Leave a comment on paragraph 51 0
  2. (B)   Grenzen und Übergänge: Das Studium findet in wechselnden Kontexten statt, wobei manche Studierende Aktivitäten wie Selbststudium, Gruppen­arbeit und Erholung sowie die dafür genutzten physischen und virtuellen Räume klar trennen. Andere bleiben lieber für alles am gleichen Ort und wünschen sich flexiblere und vielfältigere Umgebungen.
  1. 52 Leave a comment on paragraph 52 0
  2. (C)   Nutzungskulturen: Studierende fühlen sich als Angehörige der Universität, möchten Räume entsprechend nutzen dürfen und können verantwortlich zum Betrieb beitragen.
  1. 53 Leave a comment on paragraph 53 0
  2. (D)   (Fach-)Sozialisation: Die Identifikation sowohl mit der Universität als Ganzem als auch mit ihrer ‚akademischen Heimat‘ (Studienfach) ist für Studierende zentral.
  1. 54 Leave a comment on paragraph 54 1
  2. (E)   Austausch und Diskurs: Der Campus ist für sie ein wichtiger Ort für Gruppenarbeit und den Austausch mit Kommilitoninnen und Kom­mi­li­tonen.
  1. 55 Leave a comment on paragraph 55 0
  2. (F)   Atmosphäre und Verpflegung: Das Wohlbefinden auf dem Campus ist für die Studierenden kein nebensächlicher, sondern ein wesentlicher Aspekt.

56 Leave a comment on paragraph 56 0 In den genannten Themenfeldern besteht auf der Basis unserer Beobachtungen Hand­lungsbedarf für die Hochschule. Dabei geht es nicht um ein ‚Entweder-oder‘, sondern vielmehr um ein ‚Sowohl-als-auch‘: Die beiden Pole der Spannungs­felder spannen dabei den jeweiligen Gestaltungsspielraum auf und sind als sich ergänzende Gegenwerte zu betrachten (siehe dazu Bachmann, Dittler & Tesak, 2004).

57 Leave a comment on paragraph 57 0 In diesem Sinne sollte der Campus von morgen

  • 58 Leave a comment on paragraph 58 0
  • zeit- und ortsunabhängiges Lernen ermöglichen und gleichzeitig einen festen Lernort bieten (Spannungsfeld: ‚jederzeit und überall‘ versus an einem Ort),
  • 60 Leave a comment on paragraph 60 0
  • die Studierenden als Kunden respektieren und als Angehörige der Universität einbinden (Spannungsfeld: Serviceanspruch versus Eigenverantwortung),
  • 61 Leave a comment on paragraph 61 0
  • fachspezifische Lösungen ermöglichen und gesamtuniversitäre Angebote und Identifikationsmöglichkeiten schaffen (Spannungsfeld: Fachkultur versus Universitas),
  • 62 Leave a comment on paragraph 62 0
  • Räume sowohl für das individuelle Selbststudium, als auch für die Gruppen­arbeit und den informellen Austausch bereitstellen (Spannungsfeld: individuell versus diskursiv) sowie

2.3    Campusgestaltung im Kontext didaktischer Ansprüche

64 Leave a comment on paragraph 64 0 Grundlage der folgenden Überlegungen liefert eine Arbeit der Hochschul-didaktikerin und Mathematikerin Anna Sfard (1998) mit dem Titel ‚On Two Metaphors for Learning and the Dangers of Choosing Just One‘. Ihr Verständnis von universitärem Lernen basiert auf zwei Metaphern: dem Erwerb von Wissen und Fähigkeiten einerseits (‚Aneignungsmetapher‘) und der Enkulturation,
d.h. Hineinwachsen in die Wissenschafts- und Fachkultur, andererseits (‚Partizi­pa­tionsmetapher‘) (vgl. deutsche Übersetzung von Wegner & Nückles, 2013). Je nach Perspektive sind die verschiedenen Aspekte des Lernens unterschiedlich ausgeprägt (Tab. 1).

65 Leave a comment on paragraph 65 0 Tab. 1:    Zwei Metaphern des Lernens (nach Sfard, 1998, S. 7)

66 Leave a comment on paragraph 66 0 Lernen als „Aneignung“

67 Leave a comment on paragraph 67 0 Lernen als „Partizipation“

69 Leave a comment on paragraph 69 0 individuelle Bereicherung

70 Leave a comment on paragraph 70 0 Teilnahme an der Fachcommunity

72 Leave a comment on paragraph 72 0 sich etwas zu eigen machen

73 Leave a comment on paragraph 73 0 Teilnehmende/r werden

75 Leave a comment on paragraph 75 0 rezipieren (konsumieren),
(re-)konstruieren

76 Leave a comment on paragraph 76 0 nehmen peripher teil,
als „Lehrlinge“/wiss. Nachwuchs

78 Leave a comment on paragraph 78 0 vermitteln,
stellen zur Verfügung

79 Leave a comment on paragraph 79 0 nehmen als ExpertInnen teil,
führen und sichern den Fachdiskurs

81 Leave a comment on paragraph 81 0 ist individueller Besitz,
„Substanz“

82 Leave a comment on paragraph 82 0 ist eine Aktivität, Partizipation, Kommunikation

83 Leave a comment on paragraph 83 1 Ähnlich wie bei den oben beschriebenen Spannungsfeldern geht es auch hier nicht um ein Entweder-oder im Sinne der Förderung von einzig dem Erwerb von Fähigkeiten oder nur dem Hineinwachsen in das wissenschaftliche Denken einer Fachgemeinschaft. Es braucht beides. Lernen als ‚Aneignung‘ und Lernen als ‚Partizipation‘ sind hier die sich ergänzenden Gegenwerte und in diesem Sinne die zwei Hälften des Lernens. Sfard (1998) bezeichnet die beiden Metaphern als Linsen, durch die universitäres Lernen betrachtet werden kann (vgl. auch Wegner & Nückles, 2013, S. 17). Blickt man durch diese beiden Linsen auf den Campus, dann fällt auf, dass er für ein Lernen als ‚Aneignung‘ sehr gut funktionierende Räume und gute Infrastruktur bereitstellt, hingegen für ein Lernen als ‚Partizipation‘ keine ideale Umgebung ist. Der Campus dient – im Sinne von Sfard – bisher nur dem ‚halben‘ Lernen, eine weitere zentrale These des Projektes.

84 Leave a comment on paragraph 84 0 Studierende und Dozierende sollten in ihrem Verständnis von partizipativer Lehr-/Lernkultur auch durch Räume und Organisation unterstützt werden. Im Sinne von Sfard geht es auch hier um ein Sowohl-als-auch: nicht darum, bestehende Lehrräume und individuelle Lernplätze durch Orte für Fachdiskurs, informellen Austausch oder Gruppenarbeit zu ersetzen, sondern darum, beides zu ermöglichen. So kann der Campus künftig dem ‚ganzen‘ Lernen dienen. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die sogenannten Zwischenräume, die im folgenden Kapitel näher betrachtet werden.

3    Zur Funktion universitärer „Zwischenräume“

85 Leave a comment on paragraph 85 2 Neben und zwischen Hörsälen, Seminarräumen und studentischen Lernräumen bietet der Campus einen häufig unterschätzten weiteren Raumtypus: In Verpflegungs- und Wartezonen, auf Treppen und Korridoren und auf all den Wegen und Plätzen des Campus, drinnen wie draussen, findet ein wichtiger Teil universitären Lebens statt. Solche ‚Zwischenräume‘ könnten zunächst definiert werden als all das, was nicht in eine der anderen Kategorien von Funktionsräumen fällt. Zugleich lassen sich aber typische Bedürfnisse und Verhaltensweisen definieren, die in diesen Räumen ‚wohnen‘ – Franke, Haude und Noennig beschreiben ‚Rückzug und Dialog‘ als Hauptfunktionen universitärer ‚Freiräume‘ und die darin liegende Offenheit als gemeinsames Moment: ‚Das (noch) Ungewisse und Unbestimmte ist eine Bedingung von Lernen, Entdeckung und Kreativität. Innovation und Wissensbildung brauchen eine Denk- und Gesprächskultur der ungewissen Ausgänge. Dafür bietet die Universität die Freiheit zum Dialog – und die Freiheit zum Rückzug. Zwischen beiden oszilliert der Wissensbetrieb; er ist auf sie angewiesen‘ (Franke, Haude & Noennig, 2012, S. 79).

86 Leave a comment on paragraph 86 0 So erlaubt es eine positive Definition dieses Raumtyps, Zwischenräume, die gemeinhin gerade als Nicht-Funktionsräume wahrgenommen werden, nach ihrer Funktion für Nutzende zu beschreiben: als Räume für informelle Kommunikation und informelle Formen des Lernens, für Austausch und Erholung sowie, entgegen ihrem eher geringen Stellenwert in der Campusplanung, nicht zuletzt als Orte der Identifikation mit der Universität und akademischem Leben. Mit solch einer erweiterten Definition können weitere Angebote – im physischen wie im virtuellen Raum, und von der Universität bzw. einzelnen Fächern initiiert oder auf studentischen Initiativen beruhend – zu diesem Raumtypus gezählt werden, etwa auch Aufenthaltsräume, Sportangebote, Studierendencafés, Online-Diskussionsforen, Blogs und vieles mehr.

3.1    Austausch und Networking

87 Leave a comment on paragraph 87 0 Die wichtigste Funktion des universitären Zwischenraums ist unbestritten die als Raum für informelle Kommunikation: Er dient als Informations- und Ideenbörse, unterstützt die Vernetzung auf allen Ebenen der Universität und ist damit auch ein Ort (und Instrument) des Wissensmanagements innerhalb der Organisation Hochschule. Neben den körperlichen Bedürfnissen nach Nahrung und Erholung ist es vor allem der Austausch, der diese Orte für alle Universitätsangehörigen gleichermassen anziehend macht.

88 Leave a comment on paragraph 88 0 Networking, hier innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft, ist eines der wichtigsten Zwischenraum-Themen (vgl. Wenger, 1998). Sozialisation und Rollenvorbilder, ein Lernen als und durch Enkulturation (vgl. Sfard, 1998), finden ebenfalls zumindest teilweise in Zwischenräumen statt, in denen sich Forschende, Lehrende und der wissenschaftliche Nachwuchs treffen.

3.2    Erholung, Rückzug, Bewegung

89 Leave a comment on paragraph 89 0 In ihrer zweiten Funktion als Raum für Rückzug und Erholung bieten Zwischenräume Möglichkeiten für geistige und körperliche Balance zur an­spruchs­vollen wissenschaftlichen Arbeit und tragen durch Angebote zur Ver­pflegung, Entspannung und Bewegung zu Gesundheit und dem Erhalt der Leis­tungs­fähigkeit bei. Gerade die ‚Lernwanderer‘ wünschen sich für ihren Tages­ablauf auf dem Campus auch Rückzugs- und Erholungsmöglichkeiten für die Zeit zwischen den verschiedenen Aktivitäten. Einige Angebote (wie z.B. der Uni­ver­si­tätssport) fördern gleichzeitig die Begegnung der Studierenden untereinander.

3.3    Identifikation

90 Leave a comment on paragraph 90 0 Eine gute Zwischenraum-Gestaltung, z.B. mit geeigneter Infrastruktur (Arbeits­möglichkeiten, Sitzmöbel, Informationsangebot etc.), Verpflegungs­angebot, lebendigen Plätzen oder selbst gestalteten Aufenthaltsräumen, kann An­knüp­fungspunkte und ein Gefühl von ‚Zuhause auf dem Campus‘ bieten. Nicht zufällig sind es gerade die Zwischenräume des Campus, die der Universität für die Studierenden ein Gesicht geben und ihnen ein ‚Wir-Gefühl‘ vermitteln: Hier wird studentische Kultur gelebt, werden wichtige Informationen ausgetauscht, hier verabredet man sich mit KommilitonInnen zum Essen, zur gemeinsamen Freizeit oder zum Lernen, schliesst Freundschaften und verbringt Zeit zwischen Lehrveranstaltungen – mal mit Vor- oder Nachbereitung fürs Studium, mal privat, mal individuell, mal in Gemeinschaft. In vielen Zwischenräumen trifft man auch Dozierende informell. Man kann fortgeschrittenere Studierende und WissenschaftlerInnen beobachten und verstehen, wie sie Herausforderungen begegnen, und so auch im Sinne Anna Sfards durch Partizipation bzw. Enkulturation lernen (vgl. Sfard, 1998). Die Sicherheit, sich selbst die für das Studium notwendigen Informationen beschaffen und Unterstützung finden zu können, trägt erheblich zum Studienerfolg bei. Und auch ihr Selbstverständnis als Wissen­schaftlerInnen und als Angehörige der Universität entwickeln Studierende und NachwuchsforscherInnen nicht nur an der ‚Bench‘ oder im Seminar­raum, sondern massgeblich in der informellen Kommunikation mit Fach­kolleginnen und Fachkollegen, Studierenden, Forschenden und Lehrenden.

3.4    Universitätskultur in Zwischenräumen

91 Leave a comment on paragraph 91 0 Eine weitere Zwischenraum-Funktion ist zwar nicht explizit intendiert, könnte jedoch für das Nachdenken über die Universität und den Campus von morgen und die dort gewünschte Atmosphäre zentral werden: Gerade in diesen Räumen, in denen spontan und zugleich nach ungeschriebenen Regeln kommuniziert wird und sich Lerngelegenheiten ergeben, wird die Lern- und Organisationskultur der Universität verhandelt, tradiert und zugleich sichtbar: Wer gehört zur Universität, und ab welcher Qualifikationsstufe gehört man zur wissenschaftlichen Fachgemeinschaft? Sind Studierende Universitätsangehörige oder Gäste? Wer kommuniziert mit wem? Wie wichtig ist eine hierarchische Ordnung im täglichen Umgang (zwischen Studierenden unterschiedlicher Studienstufen ebenso wie zwischen Studierenden und Universitätsmitarbeitenden oder Mitarbeitenden untereinander)? Gibt es Gewohnheitsrechte oder implizite Trennlinien (z.B. durch heimliche Sitzordnungen)? Wie ist allgemein das Gesprächsklima, wer initiiert Gespräche? Gibt es mehr oder weniger sozial unterstützte Lernformen? Sind Regeln eindeutig formuliert und transparent? Nehmen die Nutzenden Rücksicht aufeinander? Herrscht eine Verbots- oder eine Gebotskultur vor? Wird Mobiliar gut behandelt? Wer vertraut wem?

92 Leave a comment on paragraph 92 0 Für solche und viele andere Fragen lassen sich in Zwischenräumen Beobach­tungen und Antworten gewinnen und Rückschlüsse auf die Organi­sa­tionskultur ziehen – der Zwischenraum birgt Potenzial als Indikator wie als Promotor universitärer Kultur. Im Sinne von Oblinger (2006) ist es auch möglich, über das räumliche Angebot sowie Regeln und Anregungen darin auf Veränderungen der Nutzungsgewohnheiten und -bedürfnisse zu reagieren bzw. Veränderungen zu initiieren und somit den Raum als ‚Change Agent‘ zu nutzen6.

4   Fazit: Wie gestalten wir die Zukunft?

93 Leave a comment on paragraph 93 0 Ziel des Projekts ITSI war es, eine gemeinsame Idee für den ‚Campus von morgen‘ vor dem Hintergrund bildungspolitischer Veränderungen und technologischer Innovationen zu entwickeln. Es ging nicht darum, einen Anfor­de­rungskatalog mit Checkliste zu erarbeiten, sondern durch eine qualitativ-explorative Methode die Diskussion um die Campusplanung im Kontext der Gestaltung moderner Lernumgebungen an der Hochschule anzuregen. Die Projektergebnisse können folgenden drei Bereichen zugeordnet werden:

  • 94 Leave a comment on paragraph 94 0
  • Organisationsentwicklung: Das Projekt hat einen Reflexionsraum eröffnet und so wesentlich dazu beigetragen, dass die beteiligten Akteure miteinander ins Gespräch gekommen sind und bezüglich Anforderungen und Spezifika moderner Lernumgebungen sensibilisiert wurden.
  • 95 Leave a comment on paragraph 95 0
  • Konkrete Massnahmen: Aus dem Projekt heraus sind an der Universität Basel konkrete Massnahmen eingeleitet worden. So wurde inzwischen für die Distribution von Lehrmaterialien eine Plattform mit Anbindung an das zentrale Campus-Management-System (z.B. an das Online-Vorlesungsverzeichnis und die Veranstaltungsbelegung) eingeführt, was ein grosses Anliegen von Seiten der Studierenden war. Für E-Assessment werden verschiedene Pilot-Szenarien durchgeführt, um die Potenziale für die Universität Basel zu testen. Zudem wurde eine ‚Arbeitsgruppe Lernräume‘ gebildet, die Projekte für Um- und Neubauten an der Hochschule mit Wissen aus dem Projekt ITSI begleitet. So soll Expertise zur Gestaltung zeitgemässer Lernräume aufgebaut, ausgetauscht und innerhalb der Universität verfügbar gemacht werden. In Pilotprojekten werden ‚neue Lernorte‘ entwickelt, um daraus Erfahrungen mit anders gestalteten Lernumgebungen zu sammeln und Verbesserungspotenziale abzuleiten.
  • 96 Leave a comment on paragraph 96 0
  • Entwicklungsperspektiven: Da niemand die zukünftigen Bedürfnisse mit Sicherheit voraussagen kann, ging es beim Projekt ITSI v. a. darum, den Weg zum Campus von morgen aufzuzeigen bzw. erste Schritte in diese Richtung einzuleiten und dafür adäquate Methoden vorzuschlagen. Dabei scheint das schrittweise Umsetzen von Pilotprojekten, bei denen iterativ ausprobiert, beobachtet und auf der Grundlage von Evaluationsergebnissen weiterentwickelt wird, ein vielversprechendes Vorgehen. Als wichtiger erster Schritt auf dem Weg zum Campus von morgen sollten IT-Spezialistinnen, Didaktiker, Raumplanerinnen und Innenarchitekten bereits bei der Konzeption und nicht erst bei der Umsetzung an einen Tisch gebracht und Nutzerinnen und Nutzer von Beginn an miteinbezogen werden.

97 Leave a comment on paragraph 97 5 Der Campus von morgen braucht Räume, die den Rahmen für die Kernaufgabe von Universitäten bieten, nämlich die (Aus-)Bildung von Menschen im Sinne der Wissensvermittlung, des kreativen Umgangs mit diesem Wissen, aber auch der Partizipation und Enkulturation in die Fachkultur. Er ist ein Campus für das ‚ganze Lernen‘, der dem ‚Lernwanderer‘ auf seinem Bildungsweg eine geeignete Umgebung bietet.

Literatur

98 Leave a comment on paragraph 98 1 Bachmann, G. (2014). Passt der traditionelle Campus zum Studieren von heute? In T. Škerlak, H. Kaufmann & G. Bachmann (Hrsg.), Lernumgebungen an der Hochschule. Auf dem Weg zum Campus von morgen (S. 93–121). Medien in der Wissenschaft, 66. Münster/New York: Waxmann.

99 Leave a comment on paragraph 99 0 Bachmann, G., Brandt, S., Kaufmann, H., Röder, H., Schwander, U. & Škerlak, T. (2014). Moderne Lernumgebungen für den Campus von morgen. Das Projekt ITSI. In T. Škerlak, H. Kaufmann & G. Bachmann (Hrsg.), Lernumgebungen an der Hochschule. Auf dem Weg zum Campus von morgen (S. 17–52). Medien in der Wissenschaft, 66. Münster/New York: Waxmann.

100 Leave a comment on paragraph 100 0 Bachmann, G., Dittler, M. & Tesak, G. (2004). Didaktik und Lernen. Uni Nova, Wissenschaftsmagazin der Universität Basel, 98/2004, 15–17.

101 Leave a comment on paragraph 101 0 Brandt, S. (2014). Kultur (er)leben. Zur Funktion universitärer ‚Zwischenräume‘. In T. Škerlak, H. Kaufmann & G. Bachmann (Hrsg.), Lernumgebungen an der Hochschule. Auf dem Weg zum Campus von morgen (S. 193–216). Medien in der Wissenschaft, 66. Münster/New York: Waxmann.

102 Leave a comment on paragraph 102 0 Edelmann, W. & Wittmann, S. (2012). Lernpsychologie. 7. vollständig überarbeitete Auflage. Weinheim: Beltz.

103 Leave a comment on paragraph 103 0 Franke, K., Haude, B. & Noennig, J. R. (2012). Rückzug und Dialog: die Aktivierung universitärer Zwischenräume. Zeitschrift für Hochschulentwicklung, 7 (1), 77–86.

104 Leave a comment on paragraph 104 0 Gómez Tutor, C., Hobelsberger, C. & Menzer, C. (2011). Zwischen Serviceanspruch und Eigenverantwortung – ein Balanceakt in Zeiten Bolognas. Zeitschrift für Hochschulentwicklung, 6 (2), 238–249.

105 Leave a comment on paragraph 105 0 Krapp, A. (2005). Das Konzept der grundlegenden psychologischen Bedürfnisse. Ein Erklärungsansatz für die positiven Effekte von Wohlbefinden und intrinsischer Motivation im Lehr-Lerngeschehen. Zeitschrift für Pädagogik, 51 (5), 626–641.

106 Leave a comment on paragraph 106 0 Oblinger, D. G. (2006). Space as a Change Agent. In D. G. Oblinger (Hrsg.), Learning Spaces (Chapter I). Educause e-Book, online verfügbar: www.educause.edu/learningspaces [18.07.2014].

107 Leave a comment on paragraph 107 0 Sfard, A. (1998). On Two Metaphors for Learning and the Dangers of Choosing just one. Educational Researcher, 27 (4), 4–13.

108 Leave a comment on paragraph 108 0 Škerlak, T., Kaufmann, H. & Bachmann, G. (Hrsg.) (2014). Lernumgebungen an der Hochschule. Auf dem Weg zum Campus von morgen. Medien in der Wissenschaft, 66. Münster/New York: Waxmann.

109 Leave a comment on paragraph 109 0 Wegner, E. & Nückles, M. (2013). Kompetenzerwerb oder Enkulturation? Lehrende und ihre Metaphern des Lernens. Zeitschrift für Hochschulentwicklung, 8 (1), 15–29.

110 Leave a comment on paragraph 110 0 Wenger, E. (1998). Communities of Practice. Learning, Meaning and Identity. Cambridge/New York: Cambridge University Press.

111 Leave a comment on paragraph 111 0 1   ITSI steht für „IT-Service Integration in Studium und Lehre“. Das gesamte Projekt umfasste zwei Phasen. In der ersten Phase lag der Fokus auf den IT-Services, die zweite Phase konzentrierte sich auf die Gestaltung zukünftiger Lernumgebungen und das Zusammenspiel von virtuellen und physischen Räumen auf dem Campus. Das Projekt ITSI ist online unter http://itsi.ltn.unibas.ch/ [11.05.2014] umfassend dokumentiert. Zudem wurden die Beiträge des Projektteams sowie von Referentinnen und Referenten einer Workshop-Reihe zum Projekt in einer Abschlusspublikation zusammengefasst (Škerlak et al., 2014). Das Buch ist online frei zugänglich unter http://www.waxmann.com/buch3056 [11.05.2014].

112 Leave a comment on paragraph 112 0 2   Die zugrundeliegenden Studien sind in Bachmann et al. (2014) beschrieben und auf dem Projektblog http://itsi.ltn.unibas.ch/ [11.05.2014] umfassend dokumentiert.

113 Leave a comment on paragraph 113 0 3   Die im Folgenden dargestellten Themen- und Spannungsfelder sind in Bachmann (2014) durch Bildmaterial und Zitate aus den verschiedenen Studien veranschaulicht.

115 Leave a comment on paragraph 115 0 5   Vgl. z.B. das Konzept der grundlegenden psychologischen Bedürfnisse (Krapp, 2005) oder das Konzept der positiven Verstärkung (Edelmann & Wittmann, 2012).

116 Leave a comment on paragraph 116 0 6   Eine vertiefte Reflexion sowie Empfehlungen zur Gestaltung passender Zwischenräume in Universitäten findet sich in Brandt (2014).

Source: http://2014.gmw-online.de/015/